28.02.2019 Aufenthalt Montevideo Tag 2

Ich wohne ja am Rand vom Stadtteil Malvin, von Montevideo! Somit ist es bis in die Stadt, also das Centrum oder den Platz de Independencia sehr weit. Schnurgerade sind es knapp 11 Kilometer. Mit dem Bus waren es 48 Minuten, 12 Haltestellen inkl. der Zeit zum Platz und zur Bushaltestelle. Daher war wieder zeitgerechtes Aufstehen angesagt. Für 10:30 Uhr hatte ich mich bei einer Free Walking Tour angemeldet. Ich hatte die Buslinie mit Google Maps gefunden und hoffte, das es auch klappt und ging frohen Mutes zur Bushaltestelle einige hundert Meter entfernt. Als ich dort ankomme rollt gerade der Bus auf der anderen Straßenseite an die Haltestelle. Ampel wie immer auf rot, viel Verkehr , egal ich spurte rüber. Ich hatte beim Beobachten des Verkehrs aber schon Blickkontakt mit dem Fahrer und per Fingerzeig auch schon signalisiert, dass ich auch mit will. Absolut toll, er hat gewartet bis ich eine Lücke durch den fließenden Verkehr bekam und mich mitgenommen. Die Fahrt hat mich dann ca. 1,25€ gekostet. Im Handy habe ich verfolgt ob er denn auch in die richtige Richtung fährt. Alles war prima und ich bin pünktlich angekommen. Es ist schon prima, mit den vielen kleinen Helferlein die man heute so nutzen kann. Handy mit Stadtplan, Internet wo man es braucht. Ich habe erst an der falschen Stelle vom Platzgewartet aber dann doch die Guides gesehen. Allerdings auch Massen von Menschen drum herum. Für den Teil in spanisch waren es nur -6- Leute, ich war echt am überlegen, denn für den englisch sprachigen Teil waren es locker 25 Teilnehmer. Aber in spanisch hätte ich noch weniger verstanden. So ging es halbwegs und der Guide hat eine sehr aufgelockerte Tour gemacht. Für meine Begriffe hat er etwas zu viel Geschichte gebracht. Ansonsten war die Tour nicht schlecht, aber auch räumlich so begrenzt, dass ich sie nicht nochmal machen würde. Viele Highlights gab es somit nicht zu sehen. Nach den gut 2,5 Stunden habe ich erstmal zwei Empanadas gekauft und unten am Wasser genüßlich verputzt. Dann mußte ich wieder hoch ins Getümmel. Als weiteres Ziel hatte ich mir das Rathaus ausgesucht. Das Gebäude ist 256 Fuß hoch und hat 26 Stockwerke. Oben gibt es eine Dachterrasse, einen sogenannten Mirador= Aussichtspunkt. Der ist kostenlos und man kann mit dem Fahrstuhl nach oben fahren. Von hier hat man einen gigantischen Blick über die ganze Stadt. Inzwischen war es schon 15:00 Uhr und ich mußte ja auch noch zurück fahren. Zuerst wieder die richtige Bushaltestelle finden, ohne Handy mit Karte unmöglich, da jegliche Beschriftung fehlt. Dann habe ich gewartet und gewartet. Es waren bestimmt schon 30 Busse an mir vorbei gefahren und ich stand hier schon gute 20 Minuten. Laut meinem Plan im Handy hätte schon ein Bus dabei sein müssen, nun gut, warte ich halt noch. Dann kamen Busse die wohl auch in die Richtung fahren und ich überlegte schon. Dann kam der auf den ich gewartet hatte, die Nummer 7E7R, nur funktionierte die Anzeige nicht genau, so dass ich de Busfahrer zur Vorsicht nochmal fragte. Aber er bestätigte mir nach Malvin zu fahren und so ging es ohne Probleme für 1,25€ zurück zum Hotel. Nun aber erstmal ab in die Dusche und anschließend wieder Wäsche waschen. Nun konnte ich mich erstmal ausruhen, denn später soll es noch mit Harry und Begleitung in die Stadt gehen. Mal sehen ob es was wird und vor allem wie es wird, ich werde berichten.



Unglaubliche Architektur.
Bis 1935 war es das höchste Gebäude Südamerikas mit 105m.















Ein schöner Ausblick hier vom Rathaus.




Einfach auch eine riesige Stadt!

Um kurz nach 20:00 Uhr stand Harry unten an der Rezeption und holte mich ab. Wir haben dann Cristina und Silvia abgeholt und sind ins Zentrum gefahren. Dort wo sonst die Bands spielen war es aber sehr ruhig. Dann haben wir aber doch noch ein Lokal gefunden, es war allerdings komplett reserviert bis auf einen keinen Stehtisch. Um diesen wurden dann schnell ein paar Hocker besorgt und schon hatten wir auch einen Platz. Wir setzten uns etwas unglücklich in den Raum und bekamen so den Tisch nach oben, wo wesentlich mehr Platz dafür war. Später spielte dann eine Rockband deren Namen ich leider nicht weiß. Die fangen hier aber immer erst gegen 22-23:00 Uhr an. Die haben dann hervorragende Musik gemacht, etwas laut aber absolut gigantisch. Der Gitarrist hat seine Instrument in absoluter Vollkommenheit beherrscht. Die haben dann mal eben so in eins durch gute 20 Minuten ein Stück gespielt und danach in eins durch noch eine gute Stunde. Der Gitarrist konnte die Seiten in unvorstellbarer Geschwindigkeit zupfen, es war wirklich sehr beeindruckend. Cristinas Freundin Silvia spricht deutsch. So hatten wir dann eine Dolmetscherin dabei und ich mußte mir nicht total einen abbrechen mit meinem bißchen spanisch. Einiges nach Mitternacht ging es dann zurück in die Unterkunft. Ein gelungener Abend. 

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