10.11.2018 Von Villa de Leyva nach Bogota

Als ich vor dem Frühstück meine ersten Sachen schon zum Motorrad gebracht habe mußte ich feststellen, dass in den linken Koffer irgendwie und wo Wasser eingedrungen ist. Als schnell alles raus und grob trocken gelegt. Die Unterkunft Casa Nomadas in Villa de Leyva hat noch massives potenzial nach oben. Sie war günstig bis preiswert, dafür nicht ausgeschildert wobei die Booking com Karte paßte. Selbst an der Tür kein Schild. Den ganzen Tag wurde nachgefragt wann wir denn kommen und ob wir noch was brauchen. Wäre ich allein gewesen, ohne die spanisch Kenntnisse von Uli, ich hätte die Unterkunft abgemeldet. Sprachlich wurde nicht viel kommuniziert aber über WhatsApp. Sogar die Frühstückszusammenstellung wurde darüber gemacht. Abends kein Licht vor der Haustür, dafür aber ein Schlüsselbund mit vier verschiedenen Schlüsseln. Von Villa de Leyva ging es durch die Berge zuerst nach Zipaquira. Dort sahen wir uns die Catedral de Sal an. Hier wird der Weg Jesus in 18 Stationen unter der Erde in einem Salzgewölbe nachgestellt. Für meine begriffe sind die Beschreibungen der einzelnen Punkte total an den Haaren herbei gezogen. Man muß schon erhebliche Fantasie aufbringen um irgend etwas nach zu vollziehen. Der Eintrittspreis von 16,-€ ist für kolumbianische Verhältnisse recht teuer. Nun denn, wir haben uns die 18 Stationen angesehen und angehört, in perfektem sauberem Deutsch aus einem kleinen Gerät. Die Catedrale  und die Lichteinflüsse waren schon nicht schlecht. Unten hätte man auch noch in eine Miene fahren oder gehen können, wir verzichteten. In einem Blog hatten wir gelesen, dass der Kaffe hier unten besonders gut schmecken soll. Wir sahen den Kaffeeautomaten und verzichteten. Unterwegs sahen wir heute unendlich viele Fahrradfahrer und das auf der normalen Landstraße. Mut hatten die alle samt, in diesem verkehr mit dem Fahrrad, Hut ab! Das Wetter war gut bis zur Catedrale, in der Sonne teilweise sogar heiß. Auf dem Weg nach Bogota fing es dann etwas an zu tröpfeln. Der Verkehr nahm massiv zu und gute 25 Kilometer vor Bogota dann Stau. Vier bis fünf Spure standen hier nebeneinander und jeder wollte schneller sein. Zwischen durch immer wieder kleine Mopeds. Dann kam von hinten ein Krankenwagen mit Sirene. Die Chance nutzte ich sofort. Ich hängte mich bildlich an seine Stoßstange machte Warnblicklicht an  und folgte ihm. Diesen Platz verteidigte ich vehement gegen die Mopedfahrer. Als der Verkehr nach einigen Kilometern wieder lief wartete ich rechts am Rand auf Uli. Er war leider in einer anderen Spur und konnte so schnell nicht hinterher kommen. Was die Sache aber spannend machte, waren riesigen Pfützen links und rechts am Straßenrand. Es mußte hier kurz zuvor sehr stark geregnet haben. die tiefe der Pfützen war stellenweise 30cm tief und mehrere Meterlang. So kamen dann immer kleine Flutwellen auf die anderen Fahrbahnen. Und ständig dieser Kampf um den Platz, überall kleine Mopeds, aber auch Autos, die immer wieder versuchen einen Platz weiter nach vorn zu kommen. Dann lief der Verkehr wieder und ca. 12 km vor Bogota ging ein Regenschauer runter der es in sich hatte. Normalerweise hätten wir angehalten und Regenzeug angezogen. Als wir dieses gebraucht hätten, konnten wir nicht stoppen. Als wir hätten stoppen können wurde es schon wieder weniger. Die letzten 6km ging es dann mega schleppend voran.
Das Hotel Centro Internacional *** haben wir auch sofort gefunden. Die Motorräder durften wir dann auf dem Hof in einem Unterstand vom Gebäude unterstellen. Das Zimmer (drei Einzelbetten) bestimmt 20qm groß und auch großem eigenem Bad. Ja, da merkte man dann schon den Unterschied, es gab einen Tisch und Stühle und sogar Nachttische für jeden. Sofort erstmal in die Dusche und anschließend noch Wäsche waschen. Man glaubt gar nicht wie viel Ruß man abends im Gesicht hat. Zum Abendessen sind wir dann in die City gegangen, hin und zurück knappe 6 Kilometer. Nun habe ich noch schnell etwas den Blog gepflegt. Morgen bleiben wir in Bogota und wollen ins Goldmusem. Gefahren sind wir heute knappe 200 Kilometer und die höchste Stelle war 3010m üNN.

Sichere Parkplätze für die Mopeds samt Ausrüstung!
 
Im Eingangsbereich wurde diverse Staaten an der Decke mit Licht im Wechsel angezeigt.





Eine Kuppel in der Höhle.



 
Und hier muß der Rubel rollen!

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