09.11.2018 Von Barichara nach Villa de Leyva

Die Nacht haben wir gut überstanden und uns heute morgen an einem sehr guten Frühstück erfreut. Die Nacht hatte es ein richtiges Gewitter gegeben mit Blitz und Donner. So sah der Weg der von der Unterkunft wegführte auch aus. Eigentlich wollten wir nur etwas bergab und dann gleich wieder nach links bergauf fahren , aber als wir sahen wie der Müllwagen sich den Weg bahnte, zogen wir es vor nur gerade aus zu fahren. Selbst bei dem schweren Müllfahrzeug drehten die Räder durch und er schob den Wagen erst zwei Meter gerade aus bevor die Räder fassten und ihn um die Ecke fahren ließen. Zum Glück ging alles gut. Unten wo dann zum Glück befestigter Weg bzw. dann auch Straße kam, wagten wir wieder die Fahrt bergauf. Es war teilweise sehr ungewohnt zu fahren, da alle Straßen in Barichara mit großen Pflastersteinen versehen sind und es teilweise extrem steil bergauf geht. Die Steigungen hier sind wirklich enorm. Auf dem Dorfplatz hielten wir noch einmal zum Fotografieren an. Die Kirche und ein paar Straßen mußten noch abgelichtet werden. Gestern Abend war es zu dunkel dafür. Gegen kurz nach 09:00 Uhr  brachen wir zu unserem etwa 200 km entfernten heutigen Ziel auf. Es geht nach Villa de Leyva. Ein Dorf wie Barichara allerdings nicht mit so großen Höhenunterschieden. Bei der Abfahrt überlegten wir noch ob gleich mit Regenzeug oder erst später. Wir fuhren ohne los und mußten dann fast 2 Stunden später doch das Regenzeug anziehen. Wir machten gerade Kaffeepause als der Regen anfing. Erst dachten wir, der ist gleich wieder vorbei, weil es zuvor auch schon mal etwas getröpfelt hatte und die Straße binnen weniger Minuten wieder trocken war. Diesmal blieb die Gischt der vorbei fahrenden Lkws aber erhalten. Regenzeug an und nach 10 Minuten zogen wir es wieder aus, die Straßen waren wieder trocken. Später wiederholte sich das Spiel, wobei ich hoffte es würde nicht so schlimm und fuhr ohne Regenzeug weiter. Uli zog seins an und als wir losfuhren kam es richtig dicke, so dass ich mich erst etwas ärgerte. Aber nach nicht mal einer Minute war der große Schauer schon vorbei und es nieselte nur noch. Mein Anzug trocknete recht schnell wieder ab. Es waren wieder viele Lkws unterwegs und schleppten sich die Berge hinauf und wieder runter. Bei der ersten Kaffeepause wollte Uli eigentlich mein dieselgeschwärztes Gesicht fotografieren, ich war nur zu schnell mit dem Lappen. Es ist unglaublich wie einige der Lkws qualmen. Das Überholen ist immer ein Abenteuer. So kam es, dass ich eine Lücke nutzen konnte und Uli hinter her fuhr. Nach 10 Minuten war er immer noch nicht im Rückspiegel zu sehen. Ich hielt an, wartete bis alle Autos und Lkws vorbei waren die ich wohl überholt haben mochte. Uli war nicht in Sicht. Also umdrehen und zurück. Ungefähr an der Stelle wo ich ihn wohl zuletzt gesehen hatte hielt ich wieder an. Handy raus und da las ich auch schon seine Meldung mit dem Standort. Dieser war allerdings nicht auf der eigentlichen Route. So hatte Ulis Navi ihn einfach auf eine kleine Landstraße verfrachtet. Wir telefonierten über WhatsApp und ich schlug mich zu seinem Standort durch. Eigentlich bleibt man auf der Hauptstraße bis zu einer Abbiegung und dort wartet man spätestens auf den Hintermann. So wollen wir es in Zukunft zumindest machen. Sonst ist es nicht möglich mal einige hundert Meter getrennt zu fahren. Die kleine Straße wurde dann richtig klein. Sie führte durch Gewächshausplantagen und war teilweise bis zu einigen hundert Metern nicht geteert. Nach dem Regen also Pfützen ohne Ende, teileweise mit kurzen schlammigen Zwischenstücken aber recht gut zu fahren. Nun waren die Mopeds richtig dreckig und wir teilweise auch. Die Unterkunft in Villa de Leyva fanden wir auch fast auf den Meter. Sie war leider nicht ausgeschildert und die Straße auch nicht. Wir übernehmen aber immer den Punkt aus der Karte von Bookingcom ins Navi, so paßt es dann meistens. Villa de Leyva erkundeten wir gleich nach der Ankunft, leider fing es wieder recht doll an zu regnen. So machten wir uns erstmal wieder auf in die Unterkunft und pflegten den Blog.
Zu erwähnen bleibt, dass es hier in Kolumbien absolut grün ist. An allen Stellen üppige Vegetation wie man es aus dem vertrockneten Europa dieses Sommer eigentlich nicht mehr gewohnt war. Morgen geht es nach Bogota.

Blick aus unserem Bad!

Steile Straßen in Barichara!








Wenn man sich hier die hintere Mauer ansieht, ist es erstaunlich wie die Mauerer diese Steingrößen ausgleichen konnten.

Wir sind heute auch durch Berlin gekommen.
Leider heute mit Regen!
Eine Kirche mal etwas anders gebaut.
Das Schauspiel der Wolken war beeindruckend!

Auch hier wie in Barichara gepflasterte Straßen.




Villa de Leyva hat den größten gepflasterten Platz in ganz Südamerika!

Tolle Bilder, wie die Nebelschwaden die Berge hochziehen.

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