08.12.2017 Von Paul nach Belver

Ja, meine Unterkunft in Belver war wieder spitze. Frühstück war auch prima und die Wirtin absolut freundlich und äußerst zuvorkommend. Für 25,-€ echt der Hammerpreis. Es ging um 09:45 Uhr los, Wetter 8,5°C, leicht bedeckt mit der Tendenz zu mehr. Blauer Himmel bzw. Sonnenstrahlen waren ab und zu in der ersten Stunde nochmal zu sehen, aber nur am Horizont oder anderen Stellen. Ich bin nach wenigen Metern dann in die Tour Tag 3 eingestiegen und habe wohl 10-15km ausgelassen, weil ich später eingestiegen bin. Absolut geniale Aussichten die ich die ersten Kilometer noch gehabt habe. Nach kurzer Zeit zweifelte ich an meinem Plan, die Berge ausgelassen zu haben. Ich bin schon wieder irgendwo zwischen 600 und 850m Höhe und die Wolken kommen tiefer. An einigen Stellen sind sie heute soweit unten, dass ich durch den Nebel bzw. die Wolken muß. Teilweise ist die Sicht unter 3m, so daß ich mich frage wie ich am besten nach unten komme. Aber 50m weiter ist die Wolke wieder weg. So geht es nu eine ganze Zeit weiter. Ich komme sehr gut voran. Nach 1,5 Stunden habe ich tatsächlich schon 50 km fast ausschließlich Offroad hinter mir. Ja, ich habe auch an einigen Stellen tief durchgeatmet, da waren wie man so schön sagt einige haarige Stellen dabei. Leider hat mich heute auf den gesamten knapp 200 km die ganze Zeit verbranntes Gelände begleitet. Es waren vielleicht 40 Kilometer die nicht abgebrannt oder verbrannt waren.  In einem Teilstück hatten die Waldarbeiter mit ihren Maschinen so viele neue Wege gefahren, dass der eigentliche für mich nicht mehr erkennbar war, so daß ich dort abbrechen mußte. Nach einigen Kilometern dann ein erneuter Versuch, aber hier war auch nur noch alles verbrannt und so etwas muß ich nicht Offroad durchfahren. Also ab auf die Teerdecke. Nach wenigen Kilometern wieder grüner Wald und ab die Post. Hoffentlich hält der Lenker, so doll wie ich her an einigen Stelle  an ihm hänge, ist es wirklich ein Wunder, dass er tatsächlich hält. Einige Abfahrten treiben mir wirklich den Adrenalinspiegel hoch. Das solche Wege mit diesem  Motorrad fahrbar sind hätte ich nicht gedacht. Ja, natürlich, es gibt Leute die können alles die springen auch über Häuser und und und. Für mich als eigentlich normalen Straßenmotoradfahrer ist es immer wieder erstaunlich was da geht. Die Waage bei der Abfahrt hat 455 kg angezeigt, dass ist bis heute nicht wesentlich weniger geworden. Und mit dieser Masse auf zwei Rädern durch solch ein Gelände, ich bin einfach nur begeistert. Einige Stellen heute gingen an großen Windkraftparks entlang, so genanten Spargelwäldern, wo die Wege breit und gut geschottert waren. Dort kamen mir sogar mal zwei Autos entgegen, so dass ich nun öfter auch mal in den Spiegel geschaut habe. Die breiten Wege waren dann aber auch wieder zum Waschbrett ausgefahren, Erinnerungen an den Südamerika-Trip wurden wieder wach. An einer Stelle habe ich heute auch gekniffen, da hat der Mut nicht gereicht oder der Verstand hat gesagt, laß es sein. Kurz nach eine Linkskurve im Wald, enge Wegführung ging es direkt steil nach rechts oben in eine Kurve, den Berg hinauf. Da bin ich erstmal dran vorbei gefahren habe es mir angeschaut und dann entschieden, nein, das mache ich nicht. Das Wetter blieb leider bedeckt, aber richtigen Regen habe ich zum Glück nicht abbekommen. In Belver bin ich tatsächlich bis zum Endpunkt der Tour von Tag 3 gefahren und habe mich dann entschlossen hier im Almal River Club nach einem Zimmer zu fragen. Siehe da, es war das Hotel welches Touratech mit seinen Reisenden auch immer bucht. Ich hatte nicht gebucht, weil ich nicht wußte wo ich denn überhaupt lande und bekam so einen wesentlich besseren Preis als wenn ich gebucht hätte. Ich zahle so nur 40€, hätte sonst mit Frühstück unter Umständen sogar 62€ zahlen müssen, war mir ganz recht so. 

So und nun die Überraschung des Tages, es gibt heute kein einziges Bild. Verbrannte Erde zeigen ist für keinen etwas aufregendes und  lohnt einfach auch nicht. Ich arbeite an einer Verlinkung von Filmmaterial, ob mir das allerdings gelingt wird sich zeigen. Morgen geht es in die Tour von Tag 4, mal sehen was kommt.

2 Gedanken zu „08.12.2017 Von Paul nach Belver“

  1. Schade, dass es dieses Mal keine Fotos gibt. Sonst findest Du immer tolle Motive, die Du gekonnt auf die Karte bannst. Aber dennoch, der Bericht ist wieder Klasse! Liebe Grüße

    1. Ja, kann ich verstehen mit den Fotos und auch richtig einordnen. Aber wenn ich durchs Gelände fahre mit Gepäck brauche ich halt auch etwas Platz. Auf der Straße hänge ich die Kamera einfach um, im Gelände stört sie aber zwischen Bauch und Tankrucksack. Außerdem hält es zu doll auf beim Fahren!

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