21.09.2016 Genua nach Uzza

Zum Frühstück gab es nur Kaffee an Bord, der Rest sollte später folgen. Das Verlassen der Fähre ging noch recht zügig von statten, aber dann. Ich weiß gar nicht mehr wie lange es tatsächlich gedauert hat. Da die Fähre rappel voll war stauten sich im Hafenbereich an der Mole die Autos in bis zu vier langen Schlangen. Die Schlangen wurden dann am Ende paarweise zu einer Spur zusammengeführt. Alle mußten sich dann über die eine einzige Kreuzung, durch eine Baustelle mit Ampelschaltung, in den Verkehr von Genua einfinden. Es war die absolute Hölle, mir lief der Schweiß schon aus dem Helm. Das ständige Anfahren und Stehenbleiben fiel mir mit meiner Schulter unheimlich schwer.
Nachdem wir Genua verlassen hatten fuhren wir noch eine ganze Weile, bis wir endlich ein Kaffee an der Straße gefunden hatten an dem wir ohne Probleme halten konnten und endlich etwas zwischen die Zähne bekamen. Gelegentlich kam mal die Sonne kurz raus, dann wurde es wieder total finster. Ein paar mal hatten wir das Gefühl den regen schon sehen zu können. Schönes Wetter ist etwas anderes, aber es blieb sehr lange trocken. In Edolo entschieden wir uns für den Weg über den Passo di Gavia 2618m üNN zufahren. Bisher war es trocken, je höher wir kamen umso diesiger wurde es. Dann fing es richtig zu regnen an und wurde auch noch total nebelig. Kurze Zeit später war der Nebel weg und der Regen ging in Schneegriesel über. Gefühlt hatten wir Minusgrade, aber es waren wohl noch um die 2°C . Zuvor hatten wir den ganzen Tag immer hin noch 15-20°C gehabt. Die Kälte zog durch den ganzen Körper, es wurde auch bei der Fahrt ins Tal nicht wesentlich wärmer. Es regnete immer noch leicht als wir unten nach einer Unterkunft suchten. An der Pizzeria Al Frodolfo kurz vor Uzza stand dann Zimmer zu vermieten, der Rest sah hier alles recht verlassen oder geschlossen aus. Wir schauten uns noch im Dorf um und fuhren zur Pizzeria zurück. Dort wurden wir, mittlerweile recht naß, überaus freundlich empfangen. Der Wirt versuchte sofort seinen Neffen zu erreichen, dieser war aber leider nicht in der Nähe. Der Wirt nahm sofort das Telefonbuch und telefonierte mit einem  Hotel ca. 800 m entfernt. Er fragte dort nach einem Zimmer und Preis für uns und kündigte uns dort auch an. Wir bedankten uns und fuhren in das Hotel. Eine einfache aber sehr schöne Unterkunft mit Tiefgarage für die Motorräder. Nachdem wir alles geklärt hatten unsere Sachen verstaut hatten fuhren wir in die Pizzeria zum Abendessen. Das Essen war absolute spitze, ein wahrer Gaumenschmaus. Ein erfolgreicher Tag ging zu Ende. Wir freuten uns auch schon auf den nächsten Tag, wir waren ja schließlich kurz vor dem Stilfser Joch, dem absoluten Kurvenspaß in den Alpen.

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