20.04.2020 Die Corona-Pandemie erfordert die Verschiebung der Reise

Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Alle Vorbereitungen und Planungen müssen auf Eis gelegt werden. Die geplante Afrikareise ist so nicht mehr durchführbar. Die persönliche gesundheitliche Gefährdung erscheint mir einfach zu hoch. Reisen ja, aber nicht um jeden Preis. Ich hoffe im Jahr 2021 die Reise erneut in Angriff nehmen zu können.

 

Bleibt Alle gesund und haltet weiter durch!

25.02.2020 Die Vorbereitungen nehmen Formen an

Der letzte Beitrag entstand im Oktober 2019, da war es fast noch ein Jahr bis zur Abfahrt. Nun sind es noch 219 Tage von heute an bis wir von Stuttgart aus starten wollen. Fast täglich wird im Internet gestöbert, ob es neue Infos zu den einzelnen Ländern gibt. Nun werden viele sagen, warum soll es neue Infos geben, die Länder ändern sich doch nicht. Grundsätzlich stimmt es auch, aber die Visabeschaffung in Afrika scheint in manchen Ländern einem Glücksspiel zu ähneln. Gestern hieß es, dass Visa nur in Berlin, mit direkter persönlicher Vorsprache in Berlin, erteilt werden können. Heute berichten andere Reisende, dass die ein Visa direkt an der Grenze bekommen haben. Einer schreibt, es gibt nur Visa für die Durchreise. Andere berichten es gibt überhaupt keine Visa im Moment. Und zur Krönung des Ganzen, schickt jemand ein Foto von ein Multientry Visum mit einer Gültigkeit von ZWEI Jahren. Da wird manchmal Verzweiflung wach, wie soll das nur tatsächlich funktionieren. Momentan sind  es immer noch Nigeria und Kamerun die uns etwas Sorge bereiten. Zum einen die Visabeschaffung, zum anderen die Ein.- bzw. Durchreise durch die Länder. 

Kontakt habe ich inzwischen zu einer großen Zahl von Afrikareisenden gehabt. Über Facebook, man kann da denken wie man möchte, gibt es eine Vielzahl von Foren, die wirklich informativ und oft tagesaktuell zu Grenzübergängen und anderen wichtigen Sachen berichten. Früher habe ich immer gedacht, dass es so viele eigentlich nicht geben kann, die solche Reisen machen. Inzwischen wurde ich eines Besseren belehrt. Es ist eine unglaubliche Anzahl an Reisenden und ich spreche hier nicht von Urlaubern unterwegs. 
Ich hatte das Glück schon hier in der Heimat einen Afrikaerfahrenen ehem. Lehrer in der Nordheide kennenzulernen. Er reist seit über 30 Jahren nach und durch Teile Afrikas. Fördert Hilfsprojekte und ist immer wieder dort vor Ort unterwegs. Solche Menschen sind wichtig, sie haben Kontakte zu Einheimischen. Denn nur die kennen ihr Land und wissen wie die Menschen ticken und was man wie, wo und wann ggf. bekommen kann. Von der Sprache im jeweiligen Land ganz abgesehen. Wenn man dann tatsächlich einmal ein Problem in einem Land hat, können gerade solche Kontakte im jeweiligen Land sehr hilfreich sein. Hans Peter H. hatte z.B. hilfreiche Infos zum Überweisen von Geld nach Afrika, das dann wenige Stunden später auch schon verfügbar sein soll. Er hat sich zum Beispiel auch als Notfallkontakt in Deutschland angeboten.  Mit solchen Menschen im Backup erscheint dann auch eine Reise durch Afrika durchaus machbar. Natürlich gibt es auch ganz verrückte Leute mit denen ich im Kontakt war. Einer ist mit dem Motorrad in nur 28 Tagen von Kapstadt bis Detmold gefahren. 

Mein Motorrad ist inzwischen soweit fertig und die ersten Ersatzteile sind auch schon beschafft worden. Unter anderem habe ich einen Kettensatz besorgt. Die Pflege der Kette wird mit Sicherheit schwierig und bei 200000 Kilometern könnte es ggf. problematisch werden. Einen Ölfilter und ein paar Zündkerzen werde ich auch mitnehmen.

16.10.2019 Erste Vorbereitungen für die Tour durch Afrika

Am 02.10.2019 hatte ich mich mit David in Gerlingen getroffen.  Wir waren uns am Ende unseres ersten Treffens einig, dass wir wohl vom Erzählen her ganz gut zusammen fahren könnten. Das mit dem Fahren wollen wir nächstes Jahr zusammen ausprobieren bevor es los geht. 
Erste Entscheidung für mich, die ursprünglich geplante Tour nach Marokko für den Winter 2019/2020, muß ausfallen. Die Afrikareise soll 6 Monate dauern und wird mit einem anderen Motorrad und den Reisekosten nicht ganz billig.
Für mich bedeutet es auf jeden Fall, ein anderes handlicheres Motorrad muß her. So schaute ich im Netz wo es ggf. etwas geben könnte was mir zusagt und wo ich auch mit klar komme. In der Nordheide bin ich dann eine DR 650 Probe gefahren, nicht mein Fall. Die neue Yamaha 700 Tenere gefiel mir schon recht gut, aber bis ich die so habe wie ich sie brauchen will wird es zu teuer. Dann nach vielen Stunden Suche im Netz fand ich eine BMW F 800 GS. Die ist zwei Jahre alt und  hat 7500 km gelaufen, genau richtig. Die habe ich gestern dann auch geholt und kann sie nun in aller Ruhe so herrichten wie ich es mir wünsche.
Der grobe Plan für die Strecke steht, es soll durch ca. 28 Länder Länder des afrikanischen Kontinents gehen. Für die ersten Länder habe ich im Fernweh Forum schon um Infos gebeten. Einige im Bekanntenkreis hatten massivste Bedenken gegen eine Reise durch z.B. Nigeria und andere Länder geäußert. Klar eine Luxusreise wird es bestimmt nicht, aber der afrikanische Kontinent hat viel zu bieten. Jetzt heißt es Ruhe bewahren und die sehr guten Hinweise aus dem Forum und eigene Erkenntnisse auszuwerten. Vielleicht kann ich sogar mit dem Einen oder Anderen der afrikaerfahrenen Biker persönlich Kontakt aufnehmen.