30.01.2018 Von ICHT nach Ijjoukak

VIELEN DANK an Alle die mir auf allen möglichen Wegen und Kanälen zum Fehler E 32 berichtet haben bzw. Hilfen und Rat gesendet haben. Es wird wohl tatsächlich der Dreck sein, der die Kamera behindert. Vielen lieben Dank an Alle, noch läuft sie!

Der Himmel war wie erwartet bedeckt, die Temperatur lag bei der Abfahrt in ICHT bei ca. 14°C. Es ging zuerst die N12 gen Osten bis kurz vor Tata. Leider war so viel Sand in der Luft, dass ich von der Gegend überhaupt nichts sehen konnte. Laut Karte und Navi bin ich viele Kilometer parallel zur Algerischen Grenze gefahren. Leider konnte ich einen Felsenkamm der genauso parallel verlief, immer nur schemenhaft erkennen, auf einem Foto hätte man wohl nichts erkannt. Dieser Felsenkamm ragte fast wie ein Grenzzaun aus dem Boden. An der Kreuzung, wo es rechts nach Tata geht, bin ich links die R 109 bis Taroudannt gefahren. Hier gab es wieder Kurven und Kurven und Kurven, absolut toll. Die Mandelblüte hat auch in einigen Bereichen begonnen. Dann bin ich nach  rechts die N10 gefahren, bis es dann auf die R 203 nach links in den Atlas ging. Die eben gekaufte Abblendlichtbirne bekam ich ums Verrecken nicht eingesetzt und dann hatte ich auch noch den Klemmbügel in der Hand, trotz meiner Modifizierung mit einer größeren Unterlegscheibe. Habe nur den Staubschutzkappe drauf gedreht und bin nur mit den Zusatzscheinwerfern weiter gefahren. Sofort an der Abzweigung ging eine Baustelle los. Leider zog diese sich viele Kilometer hin, der Himmel wurde schon seit geraumer Zeit dunkler und schließlich fing der Regen an. Zum Glück immer nur ein paar Tropfen. In der Baustelle fast nur Schotter, teilweise nicht richtig festgefahren, also ordentlich Gas gegeben, langsam ging es einfach nicht. Mußte auch noch Autos überholen, die nur im schnelleren Schritttempo gefahren sind. Als der Schotter vorbei war regnete es dann etwas mehr. Da es stetig berghoch ging wurde aus Regen dann feiner Hagel und etwas später sogar richtig Schnee. Zum Glück habe ich es dann doch noch geschafft über den Paß auf 2100m Höhe zu kommen. Oben auf dem Paß wurde ich mit großen Augen angesehen. Bn kurz vom Moped abgestiegen Handy raus Foto gemacht, schnell einem Jungen das Handy in die Hand gedrückt um ein Foto von mir zu machen. Dann gleich weder drauf und weiter. Der Junge meinte zwar ich solle einen Kaffee trinken aber den wollte ich erst beim nächsten Besuch dort trinken. Die vor mir fahrenden Autos haben nicht schlecht geschaut, als ich gehupt habe um endlich an ihnen vorbei zu kommen. Ich mußte mich beeilen. Die Schneeflocken hier oben wurden immer mehr und immer dicker und die Autos schliefen förmlich ein, obwohl die Teerdecke meistens noch frei war. Dann kamen mir auch mal Autos entgegen. Eines muß einen mir vorausfahrenden Mopedfahrer mit seiner Frau so in Bedrängnis gebracht haben, dass die Beiden gefallen sind. Es war ihnen aber nichts passiert. Das Thermometer zeigte nur noch 0°Celsius an. Irgendwann hing ich wieder hinter zwei Autos fest und hinter mir fuhr ein Allrad SUV, den habe ich dann durch gelassen. Der hat dann richtig gedrängelt bei den Vorausfahrenden, die haben dann Platz gemacht und ich bin gleich hinten dran geblieben, an dem SUV. Wir haben dann gute 30 Kilometer zusammen mit zügigem Tempo den Weg nach unten gemeistert. Es hatte noch etwas geregnet, dann aber zum Glück aufgehört. Kurz vor meiner geplanten Unterkunft kaufte ich noch schnell eine Fanta und eine Flasche Wasser. Als ich wieder aufstieg ging der Regen richtig los. Schöne Sauerei, auf die letzten zwei Kilometer regnete es dann richtig heftig. Zum Glück hatte man in der Auberge Tigmmi N´Tamazirte ein Zimmer für mich, ich war der einzige Gast. Nachdem ich das Zimmer bezogen hatte, habe ich meine Regenjacke rausgeholt und die Abblendlichtbirne endlich gewechselt, bzw. wieder alles richtig in strömendem Regen zusammen gebaut. Da nicht raus ist ob es morgen auch noch hier oben regnet und ich leider kein WLAN bzw. überhaupt ein Netz habe, mache ich es lieber heute Abend, bevor ich morgen Früh mit so einer bescheidenen Arbeit starten muß. Verpflegung gab es wieder vom Allerfeinsten. Eine leckere Suppe vorab, dann eine Tajine und zum Abschluß Obst. Es hat wieder köstlich geschmeckt. Wo ich morgen bleibe wie ich noch nicht.
Nachtrag zu der Strecke von ICHT bis Taraudannt, die Autos die mir da auf den bestimmt 250 Kilometern begegnet sind konnte ich an beiden Händen abzählen. Ich dachte manchmal, ich bin ganz allen unterwegs.

Tolle Steinformationen unterwegs!

Und immer wieder Sand in der Luft und wohl auch in der Kamera!

Die ersten Mandelbäume blühen schon!

Da ist er, der hohe Atlas und der Winter, sau kalt hier oben!
War ich froh, dass es dann nur noch runter ging!
Eine sehr leckere Tajine!

Apfelsine mal anders aufgeschnitten, konnte man so prima essen!
Das Frühstücksbuffet vom nächsten Morgen, für diese Herberge gigantisch!

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