25.02.2020 Die Vorbereitungen nehmen Formen an

Der letzte Beitrag entstand im Oktober 2019, da war es fast noch ein Jahr bis zur Abfahrt. Nun sind es noch 219 Tage von heute an bis wir von Stuttgart aus starten wollen. Fast täglich wird im Internet gestöbert, ob es neue Infos zu den einzelnen Ländern gibt. Nun werden viele sagen, warum soll es neue Infos geben, die Länder ändern sich doch nicht. Grundsätzlich stimmt es auch, aber die Visabeschaffung in Afrika scheint in manchen Ländern einem Glücksspiel zu ähneln. Gestern hieß es, dass Visa nur in Berlin, mit direkter persönlicher Vorsprache in Berlin, erteilt werden können. Heute berichten andere Reisende, dass die ein Visa direkt an der Grenze bekommen haben. Einer schreibt, es gibt nur Visa für die Durchreise. Andere berichten es gibt überhaupt keine Visa im Moment. Und zur Krönung des Ganzen, schickt jemand ein Foto von ein Multientry Visum mit einer Gültigkeit von ZWEI Jahren. Da wird manchmal Verzweiflung wach, wie soll das nur tatsächlich funktionieren. Momentan sind  es immer noch Nigeria und Kamerun die uns etwas Sorge bereiten. Zum einen die Visabeschaffung, zum anderen die Ein.- bzw. Durchreise durch die Länder. 

Kontakt habe ich inzwischen zu einer großen Zahl von Afrikareisenden gehabt. Über Facebook, man kann da denken wie man möchte, gibt es eine Vielzahl von Foren, die wirklich informativ und oft tagesaktuell zu Grenzübergängen und anderen wichtigen Sachen berichten. Früher habe ich immer gedacht, dass es so viele eigentlich nicht geben kann, die solche Reisen machen. Inzwischen wurde ich eines Besseren belehrt. Es ist eine unglaubliche Anzahl an Reisenden und ich spreche hier nicht von Urlaubern unterwegs. 
Ich hatte das Glück schon hier in der Heimat einen Afrikaerfahrenen ehem. Lehrer in der Nordheide kennenzulernen. Er reist seit über 30 Jahren nach und durch Teile Afrikas. Fördert Hilfsprojekte und ist immer wieder dort vor Ort unterwegs. Solche Menschen sind wichtig, sie haben Kontakte zu Einheimischen. Denn nur die kennen ihr Land und wissen wie die Menschen ticken und was man wie, wo und wann ggf. bekommen kann. Von der Sprache im jeweiligen Land ganz abgesehen. Wenn man dann tatsächlich einmal ein Problem in einem Land hat, können gerade solche Kontakte im jeweiligen Land sehr hilfreich sein. Hans Peter H. hatte z.B. hilfreiche Infos zum Überweisen von Geld nach Afrika, das dann wenige Stunden später auch schon verfügbar sein soll. Er hat sich zum Beispiel auch als Notfallkontakt in Deutschland angeboten.  Mit solchen Menschen im Backup erscheint dann auch eine Reise durch Afrika durchaus machbar. Natürlich gibt es auch ganz verrückte Leute mit denen ich im Kontakt war. Einer ist mit dem Motorrad in nur 28 Tagen von Kapstadt bis Detmold gefahren. 

Mein Motorrad ist inzwischen soweit fertig und die ersten Ersatzteile sind auch schon beschafft worden. Unter anderem habe ich einen Kettensatz besorgt. Die Pflege der Kette wird mit Sicherheit schwierig und bei 200000 Kilometern könnte es ggf. problematisch werden. Einen Ölfilter und ein paar Zündkerzen werde ich auch mitnehmen.

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