23.01.2018 Von Sidi Ifni Tour in die Wüste

Nun denn, es ist kurz nach 07:00 Uhr und der Wecker klingelt, 10 Minuten gehen noch. Ja, ich will früh hoch, da meine ausgesuchte Strecke für heute 385km lang ist. Es geht von Sidi Ifni über Guelmim und Fask gen Süden nach Tadalt, weiter gen Süden im Bogen, nur weiße Straßen nach Assa. Von Assa aus über Targoumait wieder Fask und Guelmim nach Sidi Ifni. Eigentlich hatte ich gehofft etwas mehr Wüste zu sehen, Wüste mit Sand meine ich. Denn Steine hatte ich viele. Ein Teilstück, vielleicht 30 Kilometer, war dann auch nur Schotter. Dieser war aber gut befestigt und ließ sich problemlos fahren. Gestartet bin ich in Sidi Ifni bei 12°C, etwas bedeckter Himmel. Kaum aus der Stadt ging es in die Berge und Nebel bzw. Frühtau der in der Luft stand. Die Feuchtigkeit schlug sich sofort auf der Scheibe, Visier und der Kleidung nieder. Wenig später kam dann die Sonne durch, eine Baustelle fing an, dort staubte es wie verrückt und ich ärgerte mich, den Wagen vor mir nicht überholt zu haben. Ja, feuchte Kleidung und Staub, richtig gedacht, teeren und federn kann nicht besser aussehen. Meine Ärmel bekamen langsam eine braunrote Färbung von dem Staub. An der Scheibe lief rotbraunes Wasser herunter. Zum Glück war die Baustelle bald vorbei und es wurde ein grandios schöner Sonnentag. Das Thermometer schafte es sogar kurzfristig auf 27°C, so daß ich alle Lüftungen am Anzug öffnete. Absolut klasse, seit 11:00 Uhr war es nicht kälter als 22°C. Die Landschaft war, wenn auch keine Sandwüste, absolut interessant. Zusammenfassend hat sich die Tour auf jeden Fall gelohnt. In Guelmim hat mich heute sogar mal die Polizei kontrolliert. Mehrfach haben sie mich nach meiner Fahrstrecke gefragt, wahrscheinlich konnten sie nicht verstehen, daß jemand nur so, eine Tour fährt. Unterwegs habe ich heute Echsen und Dromedare gesehen. Für die Echsen war ich zu langsam mit dem Fotoapparat. Abends bin ich noch auf ein Glas Wein in die Stadt gegangen und habe mich mit Bekannten getroffen. Die Bilder sind alle heute in Marokko gemacht, die Ähnlichkeit zu Südamerika ist aber nicht von der Hand zu weisen!

Der Nebel der sich sofort überall niedergeschlagen hat.
Das Stadttor Guelmim
Hier ist aufpassen angesagt, denn ab und zu kommen auch Kurven!



Südamerikafeeling kommt wieder auf, im Stehen dahin sausen!


Unendliche Weite


Tolle Steinformationen und weit und breit über Stunden kein Mensch!

Da bin ich mal auf einen Hügel gestiegen!
 




Ortsein.- oder Ausgang wie man will, mit zwei Pferden flankiert.
Mutter mit Kind!


Das Thermometer bei 26°C, da fühlt man sich wohl.
Hier kommt das Grün durch, welches vor einer Woche wenn überhaupt nur in Ansätzen zu sehen war.
Die Zielflagge zeigt den südlichsten Punkt meiner Reise. Ich habe mich entschieden nicht weiter Richtung Mauretanien zu fahren. Dieser Punkt liegt 3962 Kilometer Luftlinie von meiner Wohnung entfernt. Bis heute bin knapp 13000 Kilometer gefahren, von nun an geht es wieder Richtung Norden, der Heimat entgegen.

 

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