22.12.2017 Sidi Kaouki nach Aourir

Morgens hat es noch etwas gedauert bis Fabian seine Hütte verstaut hatte, aber dann sind wir gegen 11.30 Uhr losgekommen.  Es ging zuerst noch etwas am Wasser lang, links lauter angefangene Bungalowbauten und dazwischen wieder Unmengen an Unrat und Müll, hier vor allem Glas. Ich weiß gar nicht wo die das viele Glas hernehmen, was hier überall rumliegt. Erstaunlich war heute eigentlich, wie viele Kinder wir gesehen haben die auf dem Weg von oder zur Schule waren. Die haben hier teilweise wirklich große Entfernungen zu Fuß zurück zu legen. Irgendwann haben wir  dann endlich auch die Kletterziegen mal gesehen. Es sah eigentlich erst aus wie Müll der im Baum hängt. Beim genaueren Hinsehen war dann aber erkennbar, dass es Ziegen waren die auch oben auf dem Baum standen. Natürlich haben wir ein Foto gemacht. Kurze Zeit später stieg dann mein Navi aus, warum kann ich nicht sagen. Ähnliche Probleme habe ich bereits in Norwegen und sogar in Südamerika gehabt. In Südamerika waren es wohl die Kartenübergänge, in Norwegen haben wir es auf den Polarkreis zurückgeführt. Hier und bereits in Portugal bei Lagos scheint es Frequenzprobleme zu geben. Ich weiß zwar nicht mit welchen, aber der Lautsprecher ist ausgestellt aber das Navi knistert und knackt aus dem Lautsprecher. Nun denn, mit einem Neustart und einer erneuten Kalibrierung ließ es sich wieder einschalten. Das hat sich dann noch ein paar Mal wiederholt. Unterwegs wollten wir eigentlich an der Küste mit Meerblick einen Tee trinken, aber es kam so wie immer. Wenn man etwas sucht kommt nichts und sonst sieht man ein schönes Lokal nach dem anderen. Dann endlich 15 km vor Aourir haben wir Tee getrunken. Er hat wieder sehr gut geschmeckt. Erstaunlich ist immer wie groß und hart die Zuckerwürfel sind. Die muß man zerteilen sonst passen die nirgends rein, aber dass ist leichter gesagt als getan. Unterwegs hatten wir auch einen kleinen Stop am Meer eingelegt, wunderschön ist es hier. Gigantische Wellen, daher ist es kein Wunder, dass hier ein Surfer oder Wellenreiter Eldorado ist. Zwischen Tarhazoute und Aourir ist ein gigantisches Baugebiet. Die machen hier die gleichen Fehler wie überall. Erst stampfen sie mit Macht Betonwüsten aus dem Boden und später verfallen sie wieder. Obwohl ich extra eine neue Karte für Marokko bei Garmin gekauft hatte, war die Straße hier nicht eingepflegt. Das Navi wollte immer wieder durch die gesperrten Straßen der Baustellen fahren. Ansonsten muß ich sagen passen die Strassen recht gut, wenn ich so an Tanger zurück denke. In Aourir hielt ich an und Fabian dachte wohl wegen der Tankstelle auf der anderen Straßenseite. Aber nein, ich stand vor dem Hotel, welches ich mir im Netz ausgesucht hatte. Fabian brauchte aber auch Benzin und so verabschiedeten wir uns, er fuhr tanken und anschließend weiter, ich ging ins Hotel. Wir beschlossen aber in Kontakt zu bleiben in Marokko und ggf. Ende Januar nochmal etwas zusammen zu fahren. Im Hotel ließ ich mir die Zimmer zeigen, ich hatte diesmal nicht gebucht. Da ich hier längere Zeit verbringen bleiben will, wollte ich mich vorher nicht festlegen. Denn manchmal sieht es vor Ort anders aus als auf den Bildern. So war es dann auch hier der Fall. Ich hatte vor der Besichtigung schon gesagt, das ich kein Einzelzimmer haben will und eigentlich auch nicht umziehen will wenn Sabine dazu kommt. So zeigte man mir gleich die Doppelzimmer mit separater Sitzecke und teilweise eine Art Küchenzeile, leider direkt zur vierspurigen Hauptstraße raus. Dann ein Zimmer mit Fenster, direkt vor eine Wand, da habe ich nur gelacht. Anschließend hat man mir dann ein Zimmer oder wie es hier so schön hieß Suite gezeigt, die Fenster nach hinten zum Garten hatte. Dem stimmte ich dann zu. Den Preisverhandlung war dann etwas schwieriger, so daß wir Verstärkung aus dem angegliederten Restaurant erhielten. Hiham sprach recht gut englisch, so daß wir dann unter Zuhilfenahme eines Zettels dann auch erfolgreich waren. Für die ersten vier Tage zahle ich nun 900 DHR mit Frühstück und anschließend 600 DHR für die zwei Tage mit Sabine. Umgerechnet sind das 20 Euro für die ersten Tage, bei der wirklich großen Zimmergröße durchaus akzeptabel. Abends gibt es hier im Restaurant die Tajine und A La Carte Gerichte. Bier gibt es hier leider keins, da hätte ich nun tatsächlich Appetit drauf.  Was ich in der Tajine für Fleisch hatte weiß ich nicht genau, es war aber total lecker. 
Einige Meter weiter als das Residence Bab  Aourir liegt auch das besser bewertete Hotel Inou. Erstens hatte ich aber keine große Lust weiter zu suchen und dann lag  das Inou auch noch auf der anderen Straßenseite. Von außen  sah es besser aus, von innen vielleicht auch. Aber die Fenster können nur zur Straße sein oder ggf. zur grauenvollen Hinterseite, läßt sich auf Grund der Örtlichkeiten erahnen. Nun denn bei mir im Hotel, höre ich von der Straße so gut wie überhaupt nichts und der Ausblick ist auch recht schön. Der Strand ist zu Fuß allerdings nicht gut erreichbar, da ich nicht baden will, auch nicht oberste Priorität. Mal sehen wie es so hier wird.

Statistik: Temperatur 13-18°C, nur Sonne etwas Wind.
Nachtrag noch zur Landschaft. Es ist erstaunlich wie hügelig es hier gleich wenige Kilometer vom Meer entfernt ist. Das Wasser ist noch fast in Sichtweite, aber wir sind schnell auf 300 m Höhe.

Der Ziegenbaum
Leider etwas im Schatten, Motoren werden hier direkt am Straßenrand geöffnet und repariert.


Erstaunliche Höhenunterschiede in kürzester Entfernung, trotz Küstennähe.

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