22.02.2019 Von Santa Maria nach Cassino südl. Rio Grande

Die Unterbringung in Santa Maria war zweckmäßig, die Verpflegung beim Frühstück und der Abendsnack hingegen waren hervorragend. Ich bin so beim Packen vom Motorrad und es kommen wie so oft, von vorbeigehenden, anerkennende Daumen hoch oder so. Heute zückte jemand sein Handy, ich trat einen Schritt bei Seite um zu signalisieren, ok , mach dein Foto. Aber nein, der Herr kam auf mich zu, stellte sich neben mich, machte ein Foto von uns und bedankte sich. Die sind alle etwas anders als wir. An der Tankstelle heute Mittag, im übrigen die Erste nach fast 80 Kilometern von der davor entfernt, kamen auch viele bei mir an der Bank vor dem Gebäude vorbei und staunten über die Maschine und dass ich hier soweit durch Südamerika fahre. Scheinbar bin ich hier, im absolut ländlichen Bereich, ein Exot. Motorradfahrer, anderer Nationen, habe ich hier in Brasilien auch noch nicht gesehen. Als Unterkunft hatte ich mir Rio Grande ausgesucht und bin auch zu der von mir anvisierten Unterkunft gefahren. Etwas verwundert war ich mal wieder über den vom Navi ausgesuchten Weg. Er führte kurz vor dem Ort schon von der Hauptstraße runter und einige Kilometer durch sehr einfache Verhältnisse. Hier wollte ich eigentlich nicht hin. Im Ort selber wurde es dann aber besser. Die Unterkunft war recht einfach, aber akzeptabel. Nur Wasser hatte ich bisher noch nicht gesehen und zum Parken sollte ich irgendwo um die Ecke fahren. Als ich dann nach dem Strand fragte, schauten mich die großen braunen Augen der Vermieterin noch größer an. Zur Verständigung hatte ich inzwischen das Handy zur Hilfe genommen. Dort sprach sie dann etwas verzögert hinein. Zum Strand sind es so, 12, 15 ich glaube gute 20 Kilometer. Nun schaute ich sie mit großen Augen an, fragte nach ob ich denn hier in der Stadt irgendwo am Wasser baden könne. Dieses beantwortete sie mit sorry, wir sind hier im Centrum. Hier kann man nicht in dem Wasser baden. So hatte ich es mir nicht vorgestellt. Also bedankte ich mich vielmals und versprach wieder zu kommen, wenn ich am Strand nichts finde. Der Strand war dann tatsächlich 25 Kilometer entfernt. Aber hier habe ich dann eine bereits bei der Suche schon mal gesehene Unterkunft gewählt. Die liegt nun 200m vom befahrbaren Strand entfernt in dem Ort Cassino. Ich bin dann gleich noch im Ort einkaufen gefahren, Salami, Käse und Getränke. Heute war Selbstversorgung angesagt. Der Vermieter hat mir noch Tipps gegeben wo ich abends gut Essen oder auch Musik hören kann. Das will ich morgen ggf. mal ausprobieren.

Bevor ich es wieder vergesse, hier noch etwas zu den Wäldern die gelegentlich die Straße säumen. Ich glaube wenn man hier in die Wälder oder bewaldeten Bereiche hineingeht ist man gut beraten lange Kleidung und Stiefel zu tragen. Denn alle die ich in diesen Bereichen sehe, tragen Stiefel und meistens  auch lange Hosen. Und auf den Straßen sieht man alle möglichen Tiere die zu langsam waren für den Verkehr. Einige kenne ich andere nicht. So konnte ich zumindest Echsen, Schlangen, Gürteltiere und Füchse oder so erkennen. Außerdem glaube ich, dass diese Wälder wie Dschungel sind und total zugewuchert wirken. 

Diese Kirche steht auf einem Hügel und ist weithin sichtbar.
Alte Maschinen die hier oft in den Orten ausgestellt werden.

Die Brücke war echt der Hammer!
Mulmig war mir schon darüber zu fahren.

Er ist anschließend auch rüber gefahren.
Vertrauenswürdig sieht anders aus.

Hier wird sogar im Fluß gebadet.
Der Verlauf der Straße ist bis zum Horizont sichtbar.
Die rechte Brücke zerlegt sich schon langsam und ist gesperrt!


Meine Unterkunft.
Hinter der Düne ist der Strand.
Hier ist der Strand Kilometer weit befahrbar.
Aber alle fahren langsam.

 

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