21.02.2019 Von Pinhalzinho nach Santa Maria

Mein Rücken hat heute morgen deutlich gemeckert. Nach einer heißen Dusche auf den verkrampften Rücken wurde es aber gleich besser. Das Frühstück war echt klasse. Dann ging es gleich zur Tankstelle, eine Shell da bekomme ich bestimmt auch guten Sprit. Ich mußte tatsächlich erst das Telefon herausholen, bis man dann endlich Octan verstanden hat, ja es heißt auch Octano. Dann haben wir uns mit dem Chef darauf geeinigt das V-Power dieses Kriterium wohl erfüllen dürfte. Gelaufen ist das Motorrad heute recht gut und hat weniger Geräusche gemacht. Es ist schon schlimm, wenn man weiß, es ist da etwas und man muß es einfach hinnehmen. Nun denn, ich habe heute Brasiliens Landstraßen das goldene Hufeisen verliehen. Das soll die Auszeichnung für die schlechtesten Landstraßen in ganz Südamerika sein. Gut einige wenige Länder habe ich nicht befahren, aber diese Landstraßen sind wirklich die Krönung. Heute sind selbst die großen Lkws Slalom gefahren. das sind hier riesen Geschütze, selten ist einer unter 30 m Länge. Die ersten 180 Kilometer verliefen oft durch Wälder und Alleen, doch dann kam wieder freies Land für den Ackerbau. Die Landschaft war toll anzusehen. Es ging wie immer etwas bergauf und bergab, dann mal wieder schnurgerade aus. Heute habe ich das erste Mal, nach über 100000 Kilometern mit meinem Anzug, auch die hinteren Reißverschlüße über Stunden mit aufgemacht. Sonst hatte ich immer das Gefühl es wird zu kalt in der Jacke oder es zieht. Heute war es zum ersten mal, gut auszuhalten bei 38°C und kein Schatten in Sicht. Ich habe einige Pausen eingelegt, an einer habe ich mir ein Eis gekauft. Ich habe es gerade so geschafft, es vor dem totalen Schmelzen aufzuessen. Ein riesiger Fluß wurde heute auch wieder per Brücke überquert, es müßte der Rio Uruguay gewesen sein. Auf der Karte wurde er mit „i“ am Ende geschrieben, aber dass ändert ja nichts an seiner Größe. Diesen Fluß kann man auch als Strom bezeichnen. 
An der Unterkunft habe ich dann wie immer um den Preis verhandelt, bin mir heute aber nicht so sicher, dass ich viel gespart habe. Für 30,-€ habe ich nun Halbpension. Mal sehen wie später das Abendessen wird und morgen das Frühstück. Das Internet wollte hier erst überhaupt nicht funktionieren und nun läuft es mal.

Ich habe nun doch meine Route an die Küste verlegt. Morgen geht es übers Wochenende nach Rio Grande ans Meer. Montag soll es dann über die Grenze gehen nach Uruguay gehen und mit einem Zwischenstopp am Dienstag nach Montevideo. Dort will ich dann Harry aus Pforzheim treffen. Den hatte ich vor einiger Zeit mal an einer Tankstelle getroffen. Wir waren dann noch ein paar Stunden zusammen gefahren und uns locker für Montevideo verabredet. Harry hat vor Ort schon mal die Hotels etwas sondiert, er wohnt dort privat.  

Ein Dudu geht übers Wasser, er hat Fässer drunter!
Linke Seite vom Fluß Uruguai!
Rechte Seite vom Fluß in Fahrtrichtung Süden.
Huch, habe ich mich verfahren? So heißt ein Adelsgeschlecht aus Deutschland.
Traumhafte Orte an kleinen Seen.
Die Getreidesilos haben hier eine etwas andere Dimension.
Immer noch ungewohnt, Palmen zwischen den Ackerflächen. Sonst könnte man an vielen Stellen auch denken, es ist Sommer und man fährt durch Deutschland.
Das heutige Ziel, Santa Maria!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.