20.02.2019 Von Cascavel nach Pinhalzinho

Nach dem Frühstück mußte ich erstmal wieder alles auf dem Moped verstauen. Dann kam der Versuch zu starten und siehe da, das Moped lief sofort. Es lag vielleicht doch am Benzin. Nun denn, die Strecke lies sich am Anfang recht gut fahren, ab und zu mal ein paar Tröpfchen von oben, aber nichts von Bedeutung. Ich bin den ganzen Tag um den Regen  herum gefahren und hatte später auch wieder volle Sonne und das Thermometer ging einmal sogar bis auf 36°C. Draußen an der frischen Luft ist besser als im Auto, aber bei der Hitze hatte auch eine Klimaanlage Vorteile. Nun gut, ich will nicht meckern und freue mich endlich wieder auf dem Moped unterwegs zu sein. Fotografieren ging gleich viel besser. Als ich eine Kaffeepause gemacht habe, schaute ich nochmal nach dem anvisiertem Hotel, es kam leider die Meldung ausgebucht. Eigentlich nicht möglich, soweit ab vom Schuß, aber dann fahre ich dort halt nicht hin. Stundenlanges Suchen hat dann auch mal den Vorteil, gleich zu wissen wo noch eins in der Nähe ist. Bin ich halt dorthin gefahren. Wie ich die Tage bereits berichtet habe, buche ich im Moment nichts im voraus, dann bin ich flexibler. Muß ggf. aber auch Pläne ändern, so wie heute, aber nur sehr selten. Die Landstraße entpuppte sich auf den letzten 100 Kilometern dann fast als Offroadstrecke, allerdings eine befestigte. Die Spurgräben aus Argentinien und Paraguay wurden heute getoppt. Es ist erstaunlich das normale Pkw, überhaupt auf diesen Straßen teilweise fahren können. Die Unterböden und Ölwannen müssen grauenvoll aussehen. Zwischen dem linken und rechten Rand, wohlgemerkt einer Fahrspur türmt sich die Mitte so stark auf, dass beim normalen Überfahren der Boden vom Auto eigentlich aufsetzen müßte. So fahren die hier alle immer etwas Slalom.
Heute habe ich dann endlich auch mal die Bäume, die ich hier so toll finde fotografiert.

Tolle Bäume.
Das Moped hält tapfer durch.
Diese Bohnen oder was es sein mag, werden hier auf großen Flächen angebaut.
Das sind diese Bäume, sie sind oft auch sehr hoch.


Landschaft wie in Deutschland.
Leider ist es nicht scharf geworden, es war ganz neu!

Mal etwas Farbe in die Natur bringen.
Auch zwischen den Fahrspuren dicke Aufwölbungen.
Der Himmel war wieder schön.

Absolute Aufmerksamkeit ist hier gefordert.

Mal sehen wie weit ich morgen komme, eigentlich will ich bis Santa Maria, knapp 400 km über Landstraße. Aber ich kann ja vorher anhalten, wenn die Straße so schlecht bleibt.

Da war ich eben etwas essen und habe mit dem jungen Kellner englisch gesprochen. Er hat sich riesig gefreut, dass wir uns etwas unterhalten haben. Dann stehe ich auf gehe zum zahlen, lege den Betrag auf den Tresen und bekomme, „Danke schön“ , als Antwort. dann habe ich mich mit zwei jungen Frauen noch etwas unterhalten. Die sprachen beide etwas gebrochenes Deutsch. Opa war aus Deutschland und sie gehören zu einer Minderheit hier die alles Deutsch sprechen. Den Akzent konnten wir leider nicht ergründen, sie wußten leider nicht woher Opa in Deutschland gekommen ist. Wir hatten echt Spaß daran. An der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Südamerikaner können wir uns alle noch eine Scheibe abschneiden, wie man so schön sagt. Jeden Tag  erlebe ich es wieder, wie man versucht mir hier etwas zu erläutern oder zu erklären. Auch wenn ich nicht immer alles verstehe, es kommt immer freundlich herüber.

2 Gedanken zu „20.02.2019 Von Cascavel nach Pinhalzinho“

  1. Hey Micha, schön, das Du wieder mit dem Moped reisen kannst 🙋 die Bilder sind wieder einfach toll. Weiterhin gute Fahrt und viel Spaß. LG 🚚⛅🍺👋

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