20.01.2018 Abschied von Sabine und Fahrt nach Sidi Infi über Agadir

Es klingelt ein Wecker, spätestens hier war klar, heute ist etwas anders! Die Uhr zeigt gerade mal 06:20 Uhr. Schnell machen wir uns fertig, denn um 07:00 Uhr wollen wir schon frühstücken. Die Maschine ist total naß, von der Nähe zum Meer un dem Morgentau. Das Personal hat extra früher für uns angefangen, damit wir ein Frühstück bekommen konnten. Ich wiederhole mich gern, das Personal ist hier absolute Spitze. Die Fahrt beginnt mit Nebel und teilweise gegen die Sonne mit recht wenig Sicht. Das Thermometer zeigt man gerade 10°C bei der Abfahrt. Nach knapp einer Stunde haben wir den Flughafen erreicht und Sabine unproblematisch eingecheckt. Zum Abschied gab es noch einen Kaffee und dann mußte Sabine durch die Sicherheitsschleuse rein.
Die Uhr zeigte irgendwas bei 09:55 Uhr und das Boarding war erst ab 10:20 Uhr angezeigt. Eigentlich alles mit ausreichend Zeit. Wie sich später dann herausstellte, war es ganz gut so früh durch den Sicherheitsbereich zu gehen. Denn als Sabine am Gate ankam, da war es man gerade 10:05 uhr, waren schon fast alle Passagiere eingestiegen und der Flieger ist sogar eine halbe Stunde früher gestartet. Von Deutschland hatte die Maschine soviel Rückenwind, dass sie eine gute halbe Stunde früher in Agadir gelandet war. Da man mit massivem Gegenwind gerechnet hatte wurde einfach früher gestartet, als alle Passagiere da waren. Letztendlich ist die Landung in Hannover auch eine halbe Stunde früher erfolgt. Sabine ist auch abends wieder wohlbehalten zu Hause angekommen.
Ich habe am Flughafen die Gelegenheit genutzt und die Maschine schnell mal abgespritzt, es gab dort eine SB-Waschanlage. Danach getankt und dann den Weg über Biougra, El-Borj, Tiznit, Boutatene, Mesti nach Sidi Infi ( 200km) angetreten. Das Wetter war absolut grandios. Ich bin Teile der Strecke, die ich mit Sabine bei bedecktem Himmel gefahren bin, zum Stausee heute entgegengesetzt gefahren. Eine völlig andere Landschaft präsentierte sich hier bei Sonnenschein. In der Nähe von Mesti hatte es Tage zuvor geregnet und nun war die Vegetation förmlich explodiert. Die Arganbäume hatten teilweise schon eine hellgrüne Farbe angenommen, ein sehr schöner Anblick. Das Thermometer kletterte heute sogar auf 24,5°C, sehr angenehm. Unterwegs habe ich dann auch noch drei Schildkröten gesehen und sogar ein Foto von eine gemacht.
In Sidi Ifni angekommen wollte ich Kontakt zu Hossaine aufnehmen, es scheiterte zuerst mal wieder an dem fehlenden Guthaben. Ja, da habe ich noch Lernbedarf. Das Guthaben sollte man ohne *2 eingeben, dann hält es wohl auch einen Monat und nicht nur 14 Tage, denn die waren heute wieder mal um. Also einen Laden suchen der die Karten zum Aufladen hat, aber die haben hier keine Karten. Hier sagt man seine Telefonnummer und die Summe die aufgeladen werden soll und schon lädt jemand das Guthaben mit seinem Telefon bei dir auf. Absolut vertrauenswürdig, da kommen einem überhaupt keine komischen Gedanken. Aber sofort nach dem Aufladen meldet sich eine SMS und es hat tatsächlich funktioniert. Ja, ohne die erforderlichen Sprachkenntnisse ist es manchmal auch ein Abenteuer der besonderen Art. Nun rief ich Hossaine an der sich gleich auf den Weg zum Treffpunkt machte. Ich nahm in kurzer Hand auf dem Motorrad mit bis zur Unterkunft, er hätte sonst laufen müssen. Er hat die Fahrt glaube ich sichtlich genossen. Er grüßte alle möglichen Leute und freute sich. Die Unterkunft war schnell erreicht und sah auf den ersten Blick auch fantastisch aus. ich stimmte zu und brachte meinen Mittelsmann wieder ins Centrum zurück. Ich kaufte gleich noch Brot und Wasser ein und fuhr zur Unterkunft zurück. Hier stellte sich dann heraus, dass das Thema Garage über Nacht nicht funktioniert. Nun denn, lasse ich die Maschine halt mit dickem Schloß an der Straße stehen. Wenig später hörte ich unten ein anderes Motorrad, es war Friedel. Es fragte ob alles klar sei und  hat mir angeboten die Maschine, wenn ich denn Sorgen an der Straße hätte, auch bei ihm unterstellen könne. ich dachte mir, es wird schon an der Straße gehen. Nun hatte ich endlich Zeit, mein neues Heim für die nächsten 5 Tage, genauer zu inspizieren. Nun denn, als Sanitäter hat man ja auch so seine eigenen Vorstellungen von Sauberkeit. Sabine sagte die Tage irgendwann, dass ich schon ganz schön tapfer sei, was die eine oder andere Hygienesituation anbetrifft. Heute hatte ich erstmals Bedenken, ob ich denn da die richtige Wahl getroffen haben. Nun denn, nach einer Nacht sieht es vielleicht morgen schon besser aus.

Spät abends klopft es an meiner Tür, es ist mein Vermieter. Es fragt ob ich das Motorrad tatsächlich an der Straße stehen lassen will, er würde es nicht für sicher befinden. ich solle es doch liebe oben am Anfang der Straße bei einem Hotel abstellen und dem Sicherheitsmann ein paar Dirham dafür geben, dass wäre auf jeden Fall besser. Nun, es ist 22:30 Uhr und um die Zeit kommt niemand und stört, wen es nicht tatsächlich wichtig ist. Ich stimme zu und hole meine Sachen. Unten auf der Straße, ich sitze gerade auf dem Motorrad, winkt er einige Häuser weiter. Er hat einen Nachbarn gefunden wo ich das Motorrad erstmal hinter einer Gartentür und Mauer abstellen kann. ich frage was der Nachbar bekommt, da sagt er alles gut, ist Nachbar kostet nichts. Beruhigt gehe ich zurück und bin etwas beruhigter.

Eine Speicherburg!

Kilometer lange Bewässerungsgräben!
Ein Stausee mit viel Platz!
Aussichten soweit man schauen kann!
Ein uralter Baum, er sieht in der Natur grandios aus!


Ein Provinztor!
Die nun hellgrünen Arganbäume!

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