19.02.2018 Von Girona nach Kappel-Grafenhausen

Es ist 05:45 Uhr ich bin schon wach und springe aus dem Bett. Schnell etwas frisch gemacht und dann runter zum Frühstück. Die Auswahl ist für ein B&B Hotel recht gut, der Cappuccino geht auch was will man mehr. Punkt 07:00 Uhr rolle ich vom Hof, es ist noch stockfinster. Nach wenigen Augenblicken bin ich wieder auf der Autobahn. Angehalten habe ich gestern nur zum Tanken und für einen Kaffee und heute wird es nicht viel mehr werden. Bis zu meiner Unterkunft sind es heute nur 1010 Kilometer. Meine größte Sorge ist Schneefall etwas oberhalb von Lyon. Wenn es dort tatsächlich richtig schneit habe ich verloren. Nach ca. 30 Minuten bin ich etwas hinter Perpignan dort ist eine Lagune die fast bis an die Autobahn reicht. Rechts von der Autobahn befindet sich diese Lagune und dort ist auch Osten. Genau, dort ging die Sonne als feuerroter Ball auf. Die Rot schimmerte wie ein Spiegel auf der Lagune und die ersten Sonnenstrahlen leuchteten die links von mir befindlichen Pyrenäen an. Die Autobahn selber befand sich etwas tiefer und somit im Schatten. Links die angestrahlten Berge mit Schnee auf den Spitzen und rechts dieser riesige Spiegel der angestrahlten Lagune, es war ein gigantischer Anblick. Ein Foto war hier leider nicht möglich, da man eigentlich nur geblendet wurde. Lyon war dann auch recht bald erreicht. Von dort an war der Himmel dann leider bedeckt und die Temperaturen gingen in den einstelligen Bereich. Die Mautgebühren in Frankreich waren deutlich geringer als in Spanien. Um es mal vorweg zu nehmen, in Spanien habe ich von Malaga bis zur Grenze bei Perpignan fast 80,-€ und in Frankreich von dort unten bis nach Freiburg ca. 45,-€ bezahlt. Schnee ist mir zum Glück erspart geblieben. Etwas unterhalb von Dijon geht die Autobahn dann nach rechts Richtung Deutschland, von hier an wurde es deutlich kühler. Teilweise hatte ich das Gefühl, als wenn feine Regentropfen gelegentlich in der Luft sind. Nun waren es nur noch 2-5°C und somit sau kalt. Kurz nach 15:15 Uhr erreichte ich die Grenze zu Deutschland. Um 16:00 Uhr fuhr ich in Kappel-Grafenhausen an die Tankstelle und machte den Tank gleich für morgen früh voll. es soll morgen früh wieder nur 0-2°C werden und dann will ich lieber gut eingepackt fahren satt gleich wieder tanken zu müssen. Anschließend fuhr ich nur noch durch eine kleine Baustelle zu dem Hotel, welches ich fest gebucht hatte (Stornierung wäre bis 18:00 Uhr möglich gewesen). Dort an der Tür angekommen mußte ich dann lesen. Lieber Gast, wir sind leider nicht vor Ort aber in der Nähe an der Tankstelle erhalten sie den Schlüssel für ihr Zimmer und alle Informationen. Ich dachte echt ich träume. Nach über 1000 Kilometern komme ich hier an, keiner ist da und ich soll mir den Schlüssel an einer Tankstelle holen. Das konnte echt nicht wahr sein, ein stolzer Preis und keiner hier. Handy raus das Buchungsportal auf und kurz gesucht und sofort etwas gefunden und gebucht. Diese Unterkunft storniert und drei Minuten weiter gefahren. Diesmal hatte ich mir ein Gästehaus ausgesucht. An der Tür klingelte ich und es wurde mir aufgetan. Eine sehr freundliche Dame öffnete mir die Tür und ich erklärte ihr, dass ich wenige Minuten zuvor bei ihr ein Zimmer gebucht habe. Sie hatte es schon mitbekommen und die Heizung sofort aufgedreht. Sie hat mir dann erstmal einen Tee zum Auftauen gekocht. Ich bin später noch im Dorf sehr gut zum Essen gewesen. Diesen Ort hatte ich eigentlich nur gewählt weil er direkt an der Autobahn liegt und eine Unterkunft hatte. Wie sich nun herausstellte wird hier jedes zimmer und jede Kammer vermietet. Der Europapark ist in unmittelbarer Nähe, mir völlig unbekannt. Muß aber eine riesen Attraktion sein sowie im Norden der Heidepark bei Soltau. Zufrieden ging ich später ins Bett. Der Wetterbericht für morgen sah nicht schlecht aus und mit viel Glück liegt hier morgen früh auch kein Schnee.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.