17.01.2018 Von Mirleft nach Mesti über Sidi Infi südlich

Heute war es tatsächlich bedeckt. Wir haben ausgeschlafen und haben dann das Motorrad wieder durch die Gartentür hinaus bugsiert. Das ist jedesmal ein kleines Geduldsspiel, wir werden aber mal zu mal besser. Das Motorrad paßt eigentlich mit den Sturzbügeln gerade so durch die Tür hindurch, die Pfosten sind aber höher als das Motorrad und somit paßt der Lenker nicht mit durch. So muß die Maschine immer etwas schräg in die Türbreite hineingerollt werden, dann der Lenker eingeschlagen werden und vorsichtig weiter geschoben werden. Anschließend das Motorrad wieder aufgerichtet und rein geschoben oder raus geschoben werden. Ein Unterfangen, was nur zu zweit machbar ist. Heute wollten wir uns ein Fischerdorf ansehen. Vor der Abfahrt versuchte ich erneut den Kontakt zu dem Bekannten in Sidi Ifni herzustellen und siehe da, es hat funktioniert. Er konnte sich am Vortag nicht melden, da er in der Wüste eine Panne mit dem Auto hatte und dort keinen Empfang hatte. Wir fuhren also zuerst nach Sidi Ifni wo wir Friedel trafen und auch Hossaine kennen lernten, einen guten Freund von Friedel. Wir sprachen bei Kaffee und Tee über unsere Reise und die Sachen die noch folgen sollen. Hossaine telefonierte gleich, als er hörte, dass ich einige Tage später hier in Sidi Ifni bleiben will und reservierte ein Appartement für mich für umgerechnet 17,-€ am Tag. Das ist zwar nicht ganz billig, aber dafür kann ich mich dort selber versorgen. Wir fuhren dann Richtung Süden, das Fischerdorf haben wir allerdings heute nicht gefunden. Irgendwo war die Straße, die die letzten 20 Kilometer auch schon mehr Baustelle als Straße war, zu Ende. Also mußten wir umdrehen, denn Schotter und Tiefsand wollten wir nicht fahren. Nach einigen Kilometern ging dann eine Straße ins Landesinnere. Dieser folgten wir dann und fuhren im großen Bogen nach Mesti. Dort in der Argan-Cooperative konnte Sabine dann endlich das Arganöl kaufen. Es war bewußt so gewollt, nicht irgendwo das Öl zu kaufen sondern direkt in einer Cooperative. Hier wurde uns auch noch kurz gezeigt wie die Frauen das Öl mit den Maschinen herstellen. Es gibt drei verschiedene Arten von Öl wenn ich alles richtig verstanden habe. Eins zum Braten und Kochen, eins zum Würze für Salate usw. und eines als Öl für die Haut, teilweise auch als Pumpspray.  Danach ging es wieder über Sidi Infi Richtung Mirleft. Wir hatten am Vortag gesehen, dass es in Legzira im Restaurant am Strand auch gegrillten Fisch gab, also fuhren wir zum Essen dort hin. Eine gute Entscheidung, der Fisch war hervorragend. Danach haben wir den Tag in Ruhe ausklingen lassen. 

Bilder gibt es heute mal keine!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.