15.01.2016 Tacna nach Huara

Unsere Unterkunft war klasse, die Sonne schien, eine Tankstelle war auch schnell gefunden, somit sollte einem erfolgreichen Tag nicht mehr im Wege stehen. Abfahrt Richtung Grenze, daß letzte Mal ein Grenzübertritt laut Plan. An der Grenze angekommen haben wir noch einen Polen auf einer BMW getroffen, er hatte seine Maschine nur für 14 Tage hier her bringen lassen um bei der Dakar seine Freunde zu besuchen, die vom polnischen Team. Die hatten wohl alle zusammen 40 Fahrzeuge rüber geschickt, auch von Hamburg!
Auf peruanischer Seite alles kein Problem mit Zoll und Grenzformalitäten. Erst wieder die Person und dann 25m weiter das Motorrad ausreisen. Ging auch problemlos, auf nach Chile. Person einreisen kein Problem, dann der Zoll. Wir hatten es schon einmal erlebt, daß wir sämtliche Sachen zum Röntgen abpacken mußten und alles öffnen durften, so auch heute bei brütender Hitze. Es verlief ebenfalls ohne Probleme. Moped einreisen, mal wieder ein Papier ausfüllen und alles war fertig. Da hörte man plötzlich ein lautes Hupen, ich dachte als erstes an irgend eine Feier oder Hochzeit. Noch dachten wir uns nichts weiter dabei. Als wir nach Chile rein fahren wollten sahen wir dann die Autoschlange. Lkw-Fahrerstreik an der Grenze. Vor uns standen anfänglich ca. 20 Auto´s. Ab und zu drehte mal eins und fuhr zurück nach Peru. Die Lkw-Fahrer hatten die Grenze komplett blockiert und ließen jede Stunde zwischen 3-5 Autos durch. Nach gut einer Stunde versuchte ich dann an der Sperre den Leuten klar zu machen, daß es für uns Mopedfahrer in der Sonne nicht gut ist in den dicken Sachen. Mein Gesprächspartner faßte mich beim Arm zog mich unter einen Pavillon der als Sonnenschutz aufgebaut war, bot mir Getränke an und sagte alles kein Problem, hier sei die Lösung. Was sollte ich da noch sagen, beim Fingerzeig auf meine Armbanduhr zuckte er mit den Schultern und deutete an, daß wäre dann wohl Pech. So standen wir dann noch gut 1,5 Stunden teilweise in brütender Hitze und teilweise bei bedecktem Himmel und warteten. Aus Richtung Chile kam dann ein Mopedfahrer auf einer BMW, der etwas länger mit den Streikenden sprach. Dann kam er zu uns vorgefahren und sagte uns, daß er denen unsrer Lage geschildert habe, so wie ich auch und man uns nun dann doch durch lassen wolle. Nichts wie auf die Mopeds und los, es klappte tatsächlich. Wir fuhren durch die Ausläufer der Atacama, bzw. Ausläufer anderer Wüstenbereiche. Eigentlich wollten wir nur noch bis 70km vor Huara fahren, aber den Ort gab es nur auf der Karte, mal wieder drei Häuser mit Namen. Eine Tankstelle gab es auch für 170km nicht, da hatte ich nicht mit gerechnet. In der Dämmerung erreichten wir Huara, auch ohne Tankstelle, meine Tankanzeige zeigte noch 6km Reichweite an. Wir bezogen trotzdem erstmal die Unterkunft und gingen lecker gegenüber Essen. Kudret ging nicht mit, im war gar nicht gut, es machte auch den Eindruck, als habe er Fieber.

 Huara1

 

Huara2

Huara3

Huara4

Huara5

Huara6

 

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