15.12.2018 Von Trujillo nach Carhuaz

Wir sind morgens nach dem Frühstück einfach mit dem Taxi zur Pyramide Huaca de La Luna gefahren. Unser Taxi hat 25,-SOL gekostet, eigentlich viel zu viel, aber umgerechnet doch nur 5,75€. Dafür mußten wir nicht bei relativ hohen Temperaturen in den Mopedsachen durch das Museum bzw. die Ausgrabungsstätte laufen. Um 08:55 Uhr waren wir an der Kasse und konnten direkt unsere Eintrittskarten fast als erste lösen. Denn Einlaß ist ab 09:00 Uhr. Wir meldeten uns für eine englisch geführte Tour an. Diese startet dann leider erst um 09:30 Uhr. Außer uns war nur noch eine Australierin und wir die an dieser Führung teilnahmen. Absolut perfekt, unser Führer Kevin sprach gutes Englisch und so konnten wir ihm problemlos in seinen Ausführungen folgen. Es gibt hier eine Pyramide und einen Tempel, so habe ich es zumindest verstanden. Die Pyramide, Huaco de Sol, hat als solches nichts zu bieten. Der Tempel Huaco la Luna hingegen war ein gigantischer Tempel. Hier wurden wohl Rituale gepflegt sowie auch einige Leute aus gehobenen Kreisen beerdigt. Dieser Tempel wurde ca. alle 100 Jahre komplett mit Steinen verfüllt, so dass direkt darauf ein Ebenbild entstand. Dadurch sind die Fresken und Wandmalereien fast komplett erhalten. Das ganze zog sich über ca. 500 Jahre hin. In diesem Tempel so die Wandmalereien wurden Gefangene die durch kriegerische Handlungen gemacht wurde als Opfergaben hingerichtet. Ich bin bestimmt kein Freund von irgendwelchen Ausgrabungsstätten, aber diese gefiel mir doch recht gut. Viele Sachen waren doch recht einleuchtend und nachvollziehbar. Es gibt hier aber auch noch sehr viel zu klären und freizulegen sowie zu konservieren. Man ist hier erst seit gut 20 Jahren dabei, diese Stätte freizulegen. Sie ist der Zeit um und bei 300- 800 nach Chr. zuzuordnen. Nach gut einer Stunde war die Führung vorbei, für umgerechnet 4,-€ ein absolutes Schnäppchen.
Wir hatten unsere Sachen ja noch im Hotel und mußten dieses bis spätestens 12:00 Uhr räumen. Also fragten wir nach einem Taxi, Kevin erklärte uns, dass man von hier immer mit einem kleinen Bus in die Stadt fährt. Es war schon 10:50 Uhr als wir am Parkplatz vor dem Tempel ankamen und noch einem Bus hinterher riefen. Dieser hörte uns aber nicht, andere Passanten die näher an ihm dran waren versuchten ihn auch zu erreichen. Als dann die Polizei aber mehrfach hupte, schaute der Fahrer in den Rückspiegel, sah uns und fuhr gleich rückwärts. Dann sind wir mit diesem Kleinbus der überall Leute einsammelte und auch wieder raus ließ bis nach Trujillo gefahren. Zu einem Preis für uns Beide von gerade mal 0,90 €. Er ließ uns dann recht nah an unserer Unterkunft aussteigen, dort winkte ich gleich ein Taxi heran, welches uns dann für umgerechnet 1,50 € zu unserem Hotel brachte. So schafften wir es tatsächlich bis kurz vor 12:00 Uhr alles zu verpacken und die Unterkunft zu räumen.
Nun mußten wir noch tanken und dann ging es auf die Autopista Richtung Chimbote. Diese war zwar immer mal wieder für kurze Teile unterbrochen, brachte uns aber trotzdem sehr gut voran. Ich konnte teilweise fast 140 km/h fahren. Wir hatten ja auch noch knapp 350 km vor uns. Es war hier nur heiß und trostlos, bei fast 34°C selbst mit hoher Geschwindigkeit keine Erfrischung. Den Pazifik konnten wir nur recht kurz sehen, dort kommen wir später an anderer Stelle nochmal hin. Kurz vor Chimbote ging es dann nach links ins Gebirge. Erst recht langweilig, dann aber durch Schluchten in eine atemberaubende Gebirgslandschaft. Kevin der Führer von heute morgen sagte als er hörte wo wir hin fahren, dass sei die Schweiz von Peru. Die Straße war recht gut ausgebaut, auch hier kamen wir gut voran. Sie führte uns durch unzählige Tunnel, vor denen man jedes mal zum Hupen aufgefordert wurde. In einen etwas längeren Tunnel sind wir hineingefahren und sahen plötzlich Rücklichter und eine Silhouette eines Lkw´s. Der Fahrer war augestiegen und hatte geschaut ob er überhaupt durch den Tunnel paßte. Da es hier nur eine Fahrspur gab kam auch kein anderer vorbei. Der Lkw hatte von seiner Ladung bis zur decke als auch zu den Seiten vielleicht an einigen Stellen nur wenige Zentimeter Luft. Unglaublich, dasss der Fahrer ein solches Risiko hier eingeht. Auf gut 150 Kilometern sind uns höchsten 25 Autos und 3 Lkw´s entgegengekommen. Für 17:00 Uhr hatte ich uns an der Unterkunft angemeldet. Durch die Serpentinen und ein paar kleinen Pausen wurde es dann aber doch 17:45 Uhr. An der Unterkunft sind wir erstmal vorbeigefahren. Es hatte gut 500m vorher wolkenbruchartig an zu regnen begonnen. Es schüttete förmlich aus Kübeln, so dass wir binnen weniger Meter richtig naß geworden sind. Wir stellte und sogar noch bei einem Haus etwas unter und fuhren dann etwa 200m zurück und standen vor der Unterkunft. Hier erwartete uns Edda, eine Frau in unserem Alter die uns sofort erstmal Kaffee angeboten hat, dann noch Spiegelei gebraten hat und Marmelade und Brötchen servierte. Dann beim plauschen mit ihr fragte ich, ob es noch eine Laden hier gebe. Ich zeigte ihr dann mein Handy mit einem Laden auf der Karte, sie sagte, wenn müssen wir sofort los. Wir nickten und machten uns schnell fertig. Edda ging zu unserem Erstaunen mit uns. Wenige Häuser neben dem ihren gab es dann einen ganz kleinen Laden in dem wir dann etwas Wasser und Bier kaufen konnten. Einfach klasse hier, da wird man zum Einkauf begleitet. Morgen wollen wir in den Naturpark Huaraz und sind gespannt was wir dort zu sehen bekommen.


Ein Wüstenfuchs der dort seit ein paar Tagen auftaucht.
 






 























 
 Da war wirklich nicht viel Platz!

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