14.02.2019 Von Cachoeira Paulista nach Rio de Janeiro

Die Fahrt hierher war in Ordnung und selbst die Fahrt durch das Getümmel von Rio zur Unterkunft war nicht schlimm. Nur die Straße zur Unterkunft rauf, da habe ich Zweifel gehabt, ob ich denn richtig bin. Kopfsteinpflaster und holperig und zusätzlich ordentlich berghoch. Dann ging die Suche los. Nummer 45 war schnell gefunden, aber ich konnte mir nicht vorstellen, dass dort das Hostel ist, welches ich gebucht habe. Also fragte ich eine Frau die gerade aus dem Nebeneingang kam, die meinte hier wäre kein Hostel, wenn dann unten um die Ecke. Ich also die steile Straße zu Fuß ganz runter, das Auto steht fast ganz oben. Unten war aber auch nichts zu finden. Ein junger Mann den ich an einem Restaurant gefragt habe, war bemüht mir zu helfen, aber auch sein Telefon, bzw. Internet sagte, es muß in der Straße sein. Ich wieder hoch, bei Nummer 45 nochmal geschaut, aber kein Schild oder so, einfach nix, außer einer Klingel. Ich die Straße weiter hoch, dort hatte ich zuvor schon mal Kontakt zu einer Frau. Die sah mich nun groß an, als ich wieder hoch kam. Eine zweite Frau kam dazu, die  etwas englisch sprach und wir beratschlagten, was denn nun zu tun sei. Ja, anrufen hatten wir auch schon probiert, der Anschluß funktionierte aber irgendwie nicht. Die englisch sprechende Frau meinte aber, ich solle erstmal zur Nr. 45 gehen und klingeln oder zur Not ordentlich klopfen und dann würden wir weiter sehen. Zur Not hätte sie ggf. auch noch ein Zimmer und würde mir dann weiter helfen. Ich klingelte und man glaubt es kaum, ich war richtig. Niemals wäre ich im vorbei gehen darauf gekommen, dass hier ein Hostel ist. Bilder liefere ich nach, dann kann man vielleicht verstehen, warum ich vorbei gegangen bin. Anschließend habe ich das Auto vor der Tür geparkt. Private Parkplätze, wie bei Hostel-World beschrieben, hat sie überhaupt nicht. Die Vermieterin, eine kleine Frau Anfang-Mitte 40, hat schon ein paar Jahre in London und in Japan gelebt, somit ist die Verständigung in englisch absolut perfekt. Für Morgen habe ich mir bei Get your Guide schon eine Tour gebucht. Die geht fast 4 Stunden und beginnt um 14:00 Uhr, ich werde berichten. Nun will ich aber erst noch schnell die Straße runter, dann bin ich in der City von Rio und will noch etwas essen.

So, essen war ich in einem Straßenlokal. Ich setzte mich in die Mitte, dort fühlte ich mich vor vorbeigehenden Dieben sicherer. Ich bin zwar nicht ängstlich, bloß was ich allein die letzten zwei Tagen gehört habe, muß man doch auf der Hut sein. Meine Vermieterin sagte, selbst die Armbanduhr könne schon Begehrlichkeiten erwecken. So werde ich abends in Zukunft darauf verzichten. Ein freundlicher Brasilianer hatte meine Probleme der Verständigung, mit dem Kellner vom Nachbartisch aus mitbekommen und hat dann gedolmetscht. Wir haben dann noch etwas geplaudert, er sprach etwas englisch und spanisch, so konnten wir uns auf spenglisch unterhalten. Alle Restaurants hier in der Ecke der Stadt waren brechen voll. Und es wurde hier geschnattert ohne Ende. Man sitzt hier auch recht dicht beieinander. So hatte ich nach gut 1,5 Stunden die Nase voll und bin wieder zurück in die Unterkunft.
Ihr Sohn, nach seinem Alter habe ich zwar nicht gefragt, ich schätze ihn auf 7-10 Jahre, lernt jetzt schon englisch und japanisch. Sein Kinderprogramm lief schon mal auf englisch.  Auch Ihr Mann, den ich nun auch kennenlernen konnte, spricht perfekt englisch, so daß hier also auch kein Kommuni-kationsproblem besteht. Das ist schon mal ganz nett, denn auf der Straße ist die Verständigung oft sehr umständlich, aber sie funktioniert auch.

Ein tolles hügeliges Land.
Hier ging es einige hundert Meter bergab in teilweise ganz engen Kurven, wo die superlangen Lastzüge (30m Länge) beide Spuren brauchten.


Eine Baustelle mitten bei der Anfahrt und normalerweise 5-7 Fahrspuren die Richtung. Da hatte ich schon sorge zeitgerecht zum abbiegen zu kommen.
Und immer wieder hupende Mopeds die durch die engen Zwischenräume sehr zügig durch fahren.
Durchatmen, mal ein kleines Stück zum entspannen. 
Der erste Blick auf die Christus Statue in der Mitte auf dem Berg.
Und hier ist sie dann besser zu erkennen.
Hier mußte ich vorhin hoch, durch den rechten gepflasterten Bogen, völlig unscheinbar, bei der Anfahrt.
Genau hier rechts.
Diese Straße hoch und hinten nach links um die Kurve. Hier unten versorgt die Kirche Mittags die, die sonst nichts haben. Aber alle sind friedlich und haben sogar Platz gemacht als ich mit dem Auto da hoch mußte. Ja hier sieht Rio 50m neben dem Zentrum etwas anders aus.
Dann anschließend hier hoch.
Mal der Blick von oben nach unten.

Meine Zielstraße von unten nach oben. Hier hätte ich doch niemals mein Hostel erwartet.
Die Straße vorm Hostel nach unten.
Das ist der Blick die Straße bei meinem Hostel runter, zwei Häuser neben meinem Hostel. Der Gegensatz zum Hintergrund könnte kaum größer sein.
Mein Zimmer, ganz einfach mit Gemeinschaftsbad, aber dafür recht geräumig.
Die Deckenhöhe liegt bestimmt bei 4 oder etwas mehr Metern. Die Wohnung spiegelt in keinster Art und Weise das Äußere des Hauses wieder. Blanke schöne Dielenböden, man läuft drinnen nur mit Hausschuhen oder Socken. Es ist sehr sauber und die Vermieter sind überaus freundlich und hilfsbereit.
Blick bzw. Aussicht vom Balkon auf die City bzw. das Zentrum von Rio. Ich wohne hier ich Stadtteil Lapa. Mit Frühstück zahle ich hier aber auch nur 20,-€ mitten in der Stadt. Ja, das Aüßere war schon sehr abschreckend.

In er Mitte vom Bild wo der Himmel anfängt und Lampen zu sehen sind ist erstens das Meer etwas erkennbar und zweitens zieht sich nach rechts der Zuckerhut, hier leider etwas verdeckt hoch. Das Bild habe ich durch die Maschen vom Zaun geschafft.
Hier geht der Blick vom Balon, den Hang hinunter auf die darunter liegenden Häuser. Der Zaun dient zur Taubenabwehr und damit dem anderen etwas Tiefer nichts auf den Kopf fällt.

2 Gedanken zu „14.02.2019 Von Cachoeira Paulista nach Rio de Janeiro“

  1. Hey Micha, ist ja Wahnsinn, dort hätte ich auch nie eine Hostel erwartet, aber von innen scheint es ja okay zu sein 😀 diese Nebenstraße sieht schon sehr interessant aus.
    Wir wünschen Dir noch schöne Tage in Rio und immer ein waches Auge. 😉🖐️👍

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