12.11.2018 Von Bogota nach Marinilla

Um 08:15 Uhr saßen wir schon auf den Motorrädern und fuhren Richtung Norden aus Bogota heraus. Der Verkehr war deutlich geringer als bei der Anreise. Dafür fuhren heute extrem viele Fahrradfahrer in unsere Richtung. Ich habe mit vielen Sachen hier gerechnet, aber dass so viele Menschen hier mit dem Fahrrad fahren würden, einfach unvorstellbar. Nach dem wir den ersten größeren Berg  bzw. Paß überquerten verließen sie uns. Die Paßhöhe war wohl der Wendepunkt. Es waren alle Altersgruppen vertreten. Einige hatten sogar Startnummern. Die Straße heute verlief bis auf ein kleines Stück durch eine Ebene nur bergauf und bergab! Insgesamt sollen es etwas über 15 tausend Höhenmeter rauf und etwas über 16 tausend Höhenmeter wieder runter gewesen sein. Marinilla liegt um die 2000 Meter hoch. Gestartet sind wir bei über 2600m üNN und hatten unterwegs mal nur 120m üNN und waren auch mal über 3000m üNN. Die Straße ließ sich anfänglich gut bis sehr gut fahren. Die letzten 120 km waren dafür anstrengend. Uns hatte ein Paar schon vor der Straße gewarnt. Wir hatten allerdings gedacht, die Warnung beziehe sich auf Steinschläge oder Erdrutsche. Es kam viel schlimmer! Gelegentlich hatte die Teerdecke ohne ersichtlichen Grund Schlaglöcher, in die hätte ein großer Medizinball locker reingepaßt. Hier war wirklich jeder Meter anstrengend zu fahren. Der normale Wahnsinn mit dem Verkehr und den Überholmanövern ging ja auch weiter. Während einer Pause, die wir bei inzwischen mal wieder 34°C dringend brauchten, trafen wir auf einen Motorradhändler (wohl die Generalvertretung von KTM) aus Medelin. Uli fragte ihn ob er wisse wo er einen passenden Benzinschlauch bekommen könne? Kein Problem war die Antwort, er habe einen begnadeten Hondaschrauber für Ulis Moped und wolle uns morgen die Adresse zukommen lassen wo wir dann den Schlauch bekommen soen in Medelin. Das Paar was uns vor der Straße gewarnt hatte, trafen wir auch hier bei der Pause. Es fuhr einen SUV mit Anhänger und eine Motorrad oben drauf. Wir fuhren heute schon zügig, aber die überholten uns samt Anhänger. Wir trafen noch zweimal auf das Paar. Der fuhr wie der Teufel und überholte als hätte er keinen Anhänger hinter dem Auto und alles bei dieser schlechten Wegstrecke.
Marinilla hatten wir uns als kleines verschlafenes Nest vorgestellt in dem es erst gar keine Bürgersteige geben würde. Unsere Unterkunft fanden wir sofort. Ich mußte meine hintere Gummimanschette am Kardan erstmal wieder richtig einsetzen. Sie war etwas herausgesprungen. Dann reparierte ich noch kurz den Warmwasserhahn in der Dusche, zwar nur provisorisch, aber er funktionierte erstmal. Und dann wollten wir das Dorf im Dornröschenschlaf erkunden. Nach gut 100m ging dann aber der Megatrubel los. Unvorstellbar was hier der Bär steppte. Menschen über Menschen. Aus jedem Eingang Musik in einer Lautstärke die ohrenbetäubend war. Jeder wollte wohl lauter als der Nachbar sein. Der Marktplatz war ebenfalls total mit Menschen voll. Es war sehr schön am Rand zu sitzen und den Menschen und dem Treiben auf dem Platz zuzuschauen. Morgen lassen wir das Gepäck erstmal noch für ein paar Stunden hier im Hotel. Wir wollen nach Guatape und dort einen riesigen Felsen über die Treppenstufen erklimmen. Unsere Infos differieren etwas, einmal sollen es 650 Stufen und dann mal 740 Stufen sein die dort hinauf führen. Wir werden berichten und melden, ob wir tatsächlich hochgestiegen sind. Heute war es eine recht ordentliche Strecke von ca. 380 km. 

Über den Wolken waren wir eine ganze Zeit!
Hinweis auf Ratten, Faultiere und Eichhörnchen!
Grandiose Aussichten!
Nach San Francisco ging es links ab!
Tierhinweisschild im Nationalpark, Leguan, Wildkatze, und Schlange!

Schlangenschilder gibt es zwei, dicke und dünne!
Der Ameisenbär begleitet uns schon lange!
Gürteltiere leben hier auch!
Auch Hirsche soll es hier geben!
Ein Affenhinweisschild!
La Tortuga, die Schildkröte!
Ein Restaurant an der Fernstraße.
Hier wurde auf Ratten hingewiesen!
Pause bei 34°C!
Viel Platz ist da nicht mehr in den Kurven!
Das Gesicht ist vom Dreck in der Luft bzw. dem Straßenverkehr regelrecht schwarz!

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