11.12.2018 Von Jaén nach Chachapoyas

Heute waren wir ohne Frühstück, gab es nicht in der Unterkunft, schon recht früh unterwegs. Mit Sabine bin ich ja auch ein eingespieltes Team was das Verpacken anbetrifft. So sind wir gegen 10:00 Uhr irgendwo an der Straße angehalten und wollten Frühstücken. Es regnete gerade recht heftig und die Hoffnung, dass nach dem Frühstück der Regen durch ist bestand schließlich. Ich fragte nach Frühstück, die junge Frau bestätigte und sabbelte gleich wieder extrem schnell los. Ich habe manchmal das Gefühl, die sprechen hier chinesisch, verstehen kann ich sie überhaupt nicht. Selbst als ich sie gebeten habe etwas langsamer zu sprechen, kam nur Bahnhof bei mir an. Sabine versuchte es dann, bekam aber auch nicht viel mehr mit und ging dann mit ihr zu einem anderen Tisch nickte und sagte, da bekommen wir jetzt komplette Gerichte. Meine so geliebte Rühreier bekam ich nun schon den 5 Tag in Folge nicht mehr. Es kamen tatsächlich zwei komplette Gerichte die absolut lecker aber auch für hiesige Verhältnisse sauteuer waren. Hühnchen mit Reis und etwas Beilage sowie Tee für Sabine und für mich eine Art Putenkeule ebenfalls mit Reis und Beilage sowie einer riesen Portion Zwiebeln mit Limone übergossen und pikanter klarer Flüssigkeit, sowie einen Tee. Gekostet hat es dann umgerechnet 16,-€! Auch wenn das Essen sehr gut war, fand ich den Preis als absolut überzogen. Aber wir hatten es so bestellt und vorher nicht gefragt. Zum Glück hat es richtig satt gemacht, so dass wir damit über den Tag gekommen sind. Die Hoffnung stirbt zum Schluß, nur der Regen nicht. Er blieb uns teilweise recht heftig erhalten. Die Nacht oder vielleicht auch die Tage müssen hier Massen an Regen herunter gekommen sein. Denn überall auf den Straßen lagen Mengen von Geröll und teilweise sogar Felsbrocken. Die Straße wurde auch von vielen Wasserdurchfahrten, also Stellen wo die Straße abgesenkt ist, damit vom Berg dass Wasser gleich in den Fluß laufen kann,  durchzogen. Ungefähr 50 km vor dem Ziel konnten wir dann das Regenzeug ausziehen, ich behielt nur noch die Hose an, weil ich Sorge hatte sie nochmals zu brauchen. Wir kamen an der Abzweigung zum Gocta-Wasserfall vorbei und einer Abfahrt nach Kuelap, bevor wir unser Ziel gegen 13:25 Uhr erreichten. Dieses waren die Ziele für heute und morgen. In der Unterkunft fragten wir wie man es am Besten regeln könne um Beides zu sehen. Der Hausherr sagte, dann jetzt ganz schnell mit dem Motorrad nach Timbo und von dort mit der Seilbahn nach Kuelap. Wir dachten es sei zu schaffen und machten uns nach der Gepäckablage sofort auf den Weg. Der Regen wurde stärker  bis unangenehm und die Straße zu einer nassen schlüpfrigen Schotterpiste. Ich drehte dann einfach um, es hatte so keinen Zweck, bei solchem Regen würde ich vielleicht Seilbahn fahren aber nicht noch eine Stunde über den Berg klettern. Außerdem waren die Bergspitze komplett in Nebel gehüllt. Sabine stimmte meiner Entscheidung zu und wir kehrten zur Unterkunft zurück. Dann gingen wir in die Stadt und erkundigten uns nach Toure zu diesen Orten. Alle waren sich eigentlich einig, an einem Tag wird es nichts. Nun gut, Kuelap oder Wasserfall. Als wir dann hörten, dass die Seilbahn im Moment überhaupt nicht fährt, waren wir froh nicht weiter gefahren zu sein. Damit viel die Entscheidung dann auf den Wasserfall, weil ich mir sehr viel von der Seilbahnfahrt gerade was die Aussicht anbetrifft versprochen hatte. Wir checkte noch ein paar Angebote und gingen dann zum ersten Angebot zurück. Nach Kuelap hinderte uns weiterhin die frühe Abfahrt. Durch eine Baustelle bedingt, sollte es schon um 06:00 Uhr in der Stadt los gehen, eindeutig viel zu früh. Zum Wasserfall müssen wir um kurz nach 08:00 Uhr aufbrechen, kein Problem. 
Eine Zweipersonentour hätte für uns Beide gute 230,- € gekostet, dann hätten wir einen eigenen Führer und wagen den ganzen Tag gehabt und hätten nur hetzen müssen. Die Abfahrt wäre evt. noch früher gewesen um es zu schaffen. Viel Geld für Stress den man eigentlich nicht haben will. So starten wir morgen nach dem Frühstück und kommen Nachmittags satt zurück zur Unterkunft für 100 SOL, ca. 26,-€ für uns Beide. Transport, Eintritt, Mittagessen inkl., der Preis erscheint dann wieder realistisch und gut. 







An dieser Stelle wollte Sabine nicht mehr hinten drauf mit mir bergab fahren, es waren bestimmt 30 % Gefälle oder mehr. Auf  hundert Meter Länge, 30 Meter Höhenunterschied sind. Die Beschaffenheit des Belags ist deutlich erkennbar.
Mulmig war mir auch, aber ich weiß was das Bremssystem der BMW kann.
Hier fahre ich entgegen der Einbahnstraße, die Polizei half mir den richtigen Weg zu finden, ohne irgendwelche Streß!
Vor unserer Unterkunft!

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