05.01.2018 Von Ifri nach Merzouga

Heute haben wir vor der Abfahrt endlich auch mal einem Marokkaner helfen können. Es war ein Arbeiter des Hotels der eigentlich nur einen Imbusschlüssel haben wollte. Als er merkte, dass ich wissen wollte wofür er es genau braucht holte er das Opfer. Es war eine Stil Motorsäge, die ich in der Ausfhrung auch zu Hause habe. Ihm war das Starterseil gerissen. Er brauchte aber keinen Imbus sonder einen Torxschlüssel. Also Tankrucksack auf und den Satz Torxsteckschlüssel herausgeholt und dann noch die kleine Knarre mit den Steckeinsätzen. Dann habe ich ihm die Säge auseinander gebaut und in Gemeinschaftsarbeit mit Sabine den Seilzug wieder eingefädelt. Der gute Mann konnte sein Glück überhaupt nicht fassen. Er freute sich riesig und bedankte sich in einer Tour. Dann kam der Chef des Hauses dazu und staunte als sah, dass wir für ihn arbeiteten. Seinem Arbeiter war es mächtig peinlich. Ich erklärte dem Chef aber, dass wir uns riesig freuen endlich auch mal Marokkanern helfen zu können, wo doch alle immer so freundlich und hilfsbereit zu uns sind. Der Chef  hat uns dann zum Cusscuss-Essen eingeladen wenn wir wieder vorbei kommen sollten. Die Reparatur hat bestimmt 1,5 Stunden gedauert, der Arbeiter hat uns dann noch zwei große Flaschen Wasser gebracht, die wir auch nicht ablehnen konnten. 
Dann ging es endlich los Richtung Wüste. Zuvor sind wir aber noch durch reichlich Berge gefahren und haben dann an einem Cafe eine Oase im Tal gefunden. Unglaublich, da fährt man durch die Wüste, glaubt man sieht alles und dann tut sich da auf einmal ein Tal auf, in dem ein Dorf mit einer Oase ist. Auch die Straße führte dann wie wir es schon aus Südamerika kannten steil nach unten. Grandiose Landschaften präsentierten sich uns hier. Später die letzten 25km vor Merzouga hatten wir dann erheblichen Seitenwind. Links und rechts der Straße nur schwarze Wüste und am Horizont später die Ausläufer des EErg Chebbi. Wir sind in der Unterkunft Auberge de Les Rouches gelandet, die war uns vor gut 300km schon empfohlen worden. Wir hatten ja nicht gebucht und sind einfach vorgefahren. Die Preisverhandlung gefiel mir erst gar nicht. Wir sollten 600 Dirham zahlen für das Doppelzimmer mit Halbpension. Ich holte mein Handy raus und fragte wieviel denn sein Abendessen kosten soll. Er zeigte mir seine Speisekarte und da stand das Menü mit 100 Dirham, zwei also 200 plus Zimmer für 270 sind 470 statt 600. Er stimmte zu und wir blieben. Beim Begrüßungstee kam ein neuer Ansprechpartner, der uns dann eine Wüstentour verpassen wollte. Vom Preis nicht ganz schlecht, aber wir hatten mit Norbert schon so einen Trip besprochen und er wollte sich auch kümmern. Etwas später sahen wir, das Norbert sogar für hier unten etwas organisiert hatte, da war es aber schon zu spät, wir hatten schon eingecheckt bis morgen. Leider hat genau heute mein Telefonguthaben versagt und ich konnte nicht mehr telefonieren. Daten funktionierten aber telefonieren ging überhaupt nicht mehr, mein Guthaben war verfallen. Nun per WhatsApp zu kommunizieren war sehr schwierig hier unten. So gingen wir erstmal noch schnell in die Wüste und nutzten das letzte Licht zum fotografieren. In der Unterkunft wurde uns anschließend wieder ein tolles Abendessen bereitet. dann kam eine Nachricht von Norbert, Sabine hatte in per Message über unsere Lage informiert. Norbert hatte nun für den nächsten Tag in Mhamid in 400 km Entfernung alles klar gemacht für eine Wüstentour. Morgen also etwas beeilen und dann paßt das schon. Die drei chilenischen Frauen die bei Norbert zur Zeit zu Besuch sind kommen dort auch hin. Wir treffen uns zwischen 16-17:00 Uhr in dem Ort am Busbahnhof. Das wird bestimmt sehr lustig morgen. Unsere Unterkunft her ist wieder ganz prima, bisher hatten wir wirklich Glück.


Die Straße führt rechts am Berg entlang und führt bis links hinten oben!
Kurz vorher sind wir auf Horizontebene gefahren, ohne zu ahnen was kommt!


Die Wüste beginnt direkt hinter unserer Unterkunft!


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