04.12.2017 Aufenthalt in Lissabon

Ja, ich hatte sogar eine Heizung letzte Nacht und trotzdem hat die es nicht geschafft, das Zimmer mit einer Temperatur zu versorgen, die kuschelig ist. Das Bett war etwas kurz und so war ich dann schon wieder früh wach. Die Vorboten der Sonne erschienen noch gerade hinterm bzw. am Horizont. Also Foto raus und aufgepaßt. Die Bilder können wie auf vielen anderen auch, die Natur in keinster Weise wieder geben. Wenn man so ein Schauspiel in Natur sieht oder gesehen hat, weiß man, daß ein Bild so etwas nicht schafft. Anschließend ging es zu Touratech, nur wenige Kilometer, aber trotzdem in voller Montur. Erstens ist es kalt, wie bereits seit Tagen morgens 6°C und zweitens wollte ich noch etwas durch die Stadt fahren. Das mit dem durch die Stadt fahren klappt schon ganz gut hier im Süden. Die Tage in Granada fuhr immer ein Auto komisch hinter mir her. An einer Ampel stand es dann neben mir und die Beifahrerin fragte mich auf spanisch nach dem Weg. Als sie dann merkte, dass ich aus Deutschland war, lachte sie nur noch und winkte entschuldigend ab. Eine Bremse im Straßenverkehr bin ich also nicht. So, nun aber zum Thema Touratech zurück. Der Laden war schnell gefunden, ich hatte mich im Netz schon schlau gemacht. Ich ging hinein sagte wer ich bin, woher ich komme und was ich vorhabe. Der gute Mann hinterm Tresen beantwortete mir dann auch völlig problemlos alle meine Fragen zu der Strecke. Die im Internet zum Downloaden ist wohl aktualisiert,  so dass die Stellen die von den Waldbränden betroffen waren wohl raus genommen sind. Es waren aber wohl auch nur zwei kleine Bereiche. Zu der Frage mit den Gattern und über den Privatbesitz fahren sagte er nur, kein Problem, Tor aufmachen, durch fahren, Tor zu machen und so fahren dass die Tiere nicht gejagt werden. Das sei an den Stellen erlaubt. Prima, einen Kaffee bekam ich auch noch gratis und kaufte mir noch eine Landkarte im Maßstab 1:350000, so groß oder klein hatte ich noch keine. Anschließend drehte ich noch eine Runde zur Orientierung durch die Stadt und stellte fest, meine Unterkunftswahl war wieder einmal perfekt gelaufen. Ich wechselte, zurück an der Unterkunft, dann doch die Bremsbelge vorn, es waren wohl noch die Ersten. Nach 85000km dürfen die auch raus. Beim Reifenwechsel schaute der bei BMW schon so, wir sprachen dann auch drüber. Ich sagte ihm auch, dass ich welche dabei hätte, dann können die gleich mit gewechselt werden, aber durch den Widerstand, dass ich kein Synthetiköl nehmen wollte, sind wir da drüber hinweg gekommen. Gut, ganz runter waren sie noch nicht, aber im Hinblick auf 1500km teils Offroad wollte ich kein Risiko eingehen. Der Wechsel war innerhalb von 5 Minuten gemacht, dass geht wirklich gut bei der Maschine. Für den Notfall, habe ich die alten Beläge natürlich nochmal eingepackt. In Südamerika hatte einer von uns neue Belege drauf und irgendwann war keine Bremswirkung mehr da. Da war der Bremsbelag stumpf von der Platte abgefallen. Und so etwas kann ja immer mal passieren. Später kann ich die immer noch entsorgen.

Nun war aber Lissabon an der Reihe. Ich habe mich entschlossen mir die Burg an zu sehen, war dann noch in ein paar Kirchen, habe die Straßenbahn beobachtet und einige andere Sehenswürdigkeiten aus der Sicht von der Burg herunter gesehen. So gravierend unterschiedlich sind die Städte ja nun auch nicht. Die Gassen hier und vor allem die Steigungen sind wirklich erheblich. Den ersten Berg geht man vielleicht noch strammen Schrittes hinauf, den zweiten aber garantiert gemütlich. Man hat schon Probleme zu Fuß manch eine Straße hoch zu gehen, aber wenn man die kleinen Tuk Tuks dann sieht und hört wie der Motor unter der Steigung fast abstirbt, abenteuerlich. Anders kann man es wohl nicht beschreiben. Mit dem Motorrad habe ich mich auch wie auf des Messersschneide gefühlt. So viele Gleise, die Straße auch nicht sonderlich breit und immer wieder die Gleise unter den Reifen. Das war an manchen Stellen schon ein schei.. Gefühl. Vor allem wenn es steil bergauf oder auch bergab um die engen Kurven geht. Zum Glück ist alles gut gegangen. Mein Bedarf an Kultur in Form von Stadterkundungen ist nun auch erstmal gedeckt. Morgen Nachmittag, bzw. Abend noch schnell Porto und dann ab auf die ACT-Tour. 

Das war 07:30 Uhr Portugalzeit, also eine Stunde zu Deutschland zurück.

Aus meinem Fenster aufgenommen!








Hier hört man selbst auf dem Bild den Motor kreischen!

Das alte Lissabon!
Blick in den neuen Teil von Lissabon.
Überall diese Gleise!

Diese Steigungen, schweißtreibend auf wenn es kühl ist!
Ich wußte doch, der Esel hatte doch zwei Räder!
Die haben mir so gut gefallen, da mußte ich ein Bild machen!


Größer können die Gegensätze von Alt und Neu nicht sein. Aber fast überall hier im Süden finden sie mit Masse einen harmonischen Übergang.

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