03.02.2019 Von San Justo nach Residencia

Bis kurz vor 09:00 Uhr habe ich komplett durchgeschlafen, dass habe ich seit Monaten nicht. Dann hurtig zum Frühstück, den bis 10:00 Uhr muß die Unterkunft geräumt sein. Dann bin ich gleich neben an zum Tanken gefahren und wieder auf die RN 11! Die ist mir den ganzen Tag erhalten geblieben und ich vermute morgen auch noch. Einen Vorteil hat diese holperige Landstraße, es wird nicht langweilig. man muß stets auf der Hut sein, dass man keine Bodenwelle oder Spurrille übersieht. Verkehr ist auch immer da, so muß auch mal überholt werden. Die Flüße treten hier scheinbar regelmäßig auch weit über die Ufer. Teilweise stehen hier riesige Flächen unter Wasser. Gewollt sein dürfte einiges davon nicht. Denn das Wasser steht manchmal sogar um die Häuser herum. Die Wege in die Orte sind nicht immer befestigt und so sind dorthin tiefe matschige Spurrillen durch die ich mit dem Motorrad nicht unbedingt fahren würde. Die Temperatur heute gut auszuhalten, von 23-29°C und immer mal etwas bedeckt. Zum Mittag bin ich dann einfach irgendwo im Nirgendwo angehalten. Ich war der einzige Gast. Es standen zwar Lkws davor, aber scheinbar nur zum parken. Ich habe trotzdem ein Milanesa mit Pommes und eine Cola bestellt. Die Cola kam als ich nochmal kurz draußen war, 1 Liter für mich allein. Dann kam noch etwas Vorspeise, Würstchenstücke und Käsestücke mit Olive und etwas Brot. Da war ich eigentlich schon satt. Dann kam ein riesiger Berg Schnitzel mit zwei Spiegelei oben drauf und zu guter letzt, eine Schüssel mit Pommes. Zum Glück stand der Tisch etwas schräg, so dass ich das Fleisch auf dem Teller immer in den Bereich ziehen konnte der höherstand. Es war halt in ordentlich viel Fett gebraten. Mit dem Rest auf dem Teller hätte man bestimmt noch eins braten können. Geschmeckt hat es trotzdem. Von den Pommes mußte ich  einen teil und das zusätzliche Brot komplett zurück geben, es war schier unmöglich soviel zu essen. Beim nächsten mal muß ich fragen ob ich eine kleine Portion bekommen kann. Im Fernseher lief Fußball, der Wirt schaute nach dem servieren auch zu. Wir freuten uns gemeinsam über die grandiosen Tore. Als ich mit dem Essen fertig war setzte er sich zu mir und wir erzählten ein bißchen mit Händen Füßen und dem Telefon um Zahlen zu zeigen. Da haben mir einige Worte heute echt gefehlt und andere kannte oder verstand er wohl nicht. Trotzdem haben wir bestimmt 20 Minuten über meine Reise, die schlechte Landstraße und die Gefahren darauf geschnackt. Eigentlich ist es immer wieder ein Wunder in welchen Räumlichkeiten hier Restaurants und Imbissbuden betrieben werden.  Manchmal holt mich dann meine Desinfektorenausbildung ein und die Nackenhaare stellen sich auf. Nun denn, heute war der Magen erstmal wieder in Ordnung und der Rest gab auch Ruhe. Ich hatte mir drei Unterkünfte ausgesucht und bin dann gleich bei der Ersten geblieben. Für 18,-€, diesmal zwar ohne Frühstück, billiger ging es hier laut Netz nicht. Das nächste sollte dann 30,-€ kosten. Was solls, ich brauche nur ein Bett und eine Dusche und einen sicheren Parkplatz fürs Moped. Die Gegend um das Hotel könnte auch die Bronx wieder spiegeln. Mal sehen ob ich hier noch etwas Geld kaufen kann. Den Blog mache ich jetzt noch schnell fertig und dann gehe ich los. Es waren heute wieder 450 km und morgen sollen es wohl knappe 300km werden. Dann bin ich in Paraguay.
Ein bißchen Sorge macht mir im Moment das Lagergeräusch, welches scheinbar lauter wird und für mich aus dem Getriebe kommt. Ich werde berichten, noch läuft es alles gut, hört sich nur komisch an.

Meine letzte Unterkunft!
So sehen hier alle Wege aus die von der Hauptstraße abgehen, nur Matsch.
Spurrillen die auch teilweise als Graben bezeichnet werden könnten.
Da steht auch noch mal ein altes Schätzchen im Vorgarten.
Wasser wohin man schaut.

Hier wird Holzkohle in Meilern aus Stein gekokelt.


Der Himmel war auch wieder beeindruckend.

2 Gedanken zu „03.02.2019 Von San Justo nach Residencia“

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