02.12.2018 Aufenthalt in Quilotoa, 1. Advent

Wir waren die Ersten beim Frühstück, die Dusche spendete leider kein heißes Wasser. Bevor das Frühstück auf dem Tisch stand bekam ich schon mal etwas zum Schlucken. Uli hatte sich Gedanken über die weitere Reise, sein Motorrad und den nun seit gestern doch schmerzenden Unterarm gemacht und entschieden die Reise hier zu beenden. Ich schluckte, nahm seine Entscheidung aber ohne Widerworte hin. Er erklärte mir dann, dass er das Zutrauen in seine Maschine, die gestern Abend wieder deutlich bei der Höhe zickte, verloren habe. Die Hand bzw. der Unterarm in die ganze Nacht auch noch geschmerzt hat und er so Zweifel am Weiterfahren habe. Nun, was blieb mir anderes übrig, ich akzeptierte seine Entscheidung und wir verdrückten unser Frühstück. Danach sind wir noch zum Krater hoch gestiegen und haben das hervorragende Wetter hier oben genossen. Wir sind hier auf gut 3800-3900 m  üNN.  Ein Weg führt komplett um den Kratersee herum, Dauer 5-6 Stunden, dass war entschieden zu viel. Nach gut 20 Minute drehten wir um, so hatten wir wenigsten einige  Perspektiven von dem See. Uli hatte mit Rafael bereits Kontakt in Quito aufgenommen. Dieser will ggf. die Maschine übernehmen und Uli mit nach Quito nehmen. Von dort soll es dann für ihn nach Deutschland zurück gehen. Sehr schade, denn es war bisher ein sehr entspanntes Reisen. Ich habe Uli auch nochmal angesprochen, aber er versicherte mir, es habe nichts mit meiner Person zu tun. Die Summation der Motorradprobleme und die mindestens noch 8000 km restliche Reisestrecke bereiteten im doch Sorge. Nun noch die Probleme mit dem Unterarm, die das Faß dann zum überlaufen brachten, bzw. die Entscheidung festigten. Uli wird so wie es aussieht noch heute hier oben abgeholt, somit geht es dann ab morgen früh für mich allein weiter. Er wird mir definitiv fehlen und sein Spanisch erst recht. Nun denn, werde ich eben selber ran müssen und versuchen die Aussprache zu verbessern und Spanisch in der Anwendung erlernen.

Traumhaftes Wetter morgens, später nur 14°C!
Unsere Unterkunft in Quilotoa.
 
Mensch und Tier auf dem Weg nach unten!

 
 
 
 
  Die Landschaft ist unbeschreiblich schön.
 
Der teilweise sehr anstrengende Weg um den Krater
 
 
Die Maultiere sind für den Transport der Besucher aus dem Krater nach oben gedacht.

6 Gedanken zu „02.12.2018 Aufenthalt in Quilotoa, 1. Advent“

  1. Hallo Brummbär,
    jetzt wissen wir erst durch lesen deines Reiseberichtes warum Uli die Reise abbrechen musste. Das ist ja wirklich bedauerlich. So eine Reise macht man ja nicht mal eben und es bedarf immer vieler Vorbereitungen. Zum Glück ist Euch beiden nichts wirklich schlimmes passiert. Nun pass Du gut auf dich auf bis Sabine da ist und dann habt ihr ja 2 Schutzengel die Euch bestimmt behüten. Gute gesunde Reise . Lieben Gruß von Mario und Barbara

  2. Schade für euch beiden das es nicht mehr züsammen weiter geht. Aber wer weiss, es komt immer ein nächstes mahl. Es war net euch zu treffen und ihr wahrt wirklich ein team. Für beide viel glück und erfolg in die zükunft, liebe grüsse aus Colombia…. Max und Sabine

  3. Auch (zufällig exakt) 10.000 km Luftlinie entfernt bleibt mir gerade beim Lesen des Tagesberichts das Mittag im Halse stecken. Solch eine Wendung der Reise hätte wohl niemand erwartet, ihr wohl am Allerwenigsten. Sehr, sehr schade.
    Pass die nächsten Wochen auf Dich auf, bis es Deine Sozia für Dich übernimmt.

    1. Manchmal kommt es tatsächlich anders als gedacht. Es hilft aber nichts, da heißt es dann „Leben in der Lage“. Zum Glück sind Uli und ich ausreichend reiseerfahren, so dass wir mit neuen Situationen auch umgehen können. Und manchmal muß man auch Entscheidungen treffen. Aber alles ist wird gut!

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